Top3 Januar 2020

 

Dirk Holtbrügge & Helmut Haussmann (Eds.):
The Internationalization of Firms. Case Studies from the Nürnberg Metropolitan Region

Nürnberger Edition zum Internationalen Management,
hrsg. von Dirk Holtbrügge und Helmut Haussmann, Band 7,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 2. Aufl., 267 S.,
ISBN 978-3-95710-098-6 (print), € 24.80
ISBN
978-3-95710-198-3 (e-book pdf), € 22.99

The Nürnberg Metropolitan Region is one of the most powerful economic regions in Europe. Several large and renowned multinational corporations, as well as many impressive family-owned firms and hidden champions, have their headquarters here.

This volume contains 17 case studies of companies based in this region and their international operations. The scope reaches from the early internationalization strategies of the Tucher in the Middle Ages to the con­sequences of the Brexit on current business activities. The case studies cover an extensive range of industries, from high-tech and industrial sectors to service providers, non-profit organizations and university spin-offs.

Keywords: Market Entry Strategies, International Human Resource Management, Corporate Social Responsibility, Case Studies

International management research has a long tradition in Nürnberg. At the Nürnberg School of Commerce, the predecessor of the School of Business and Economics at the Friedrich-Alexander University Erlangen-Nürnberg, dealing with international business activities already played a strong role. Eventually, the school would become one of the first in the German-speaking countries where a Chair for International Management was founded. With 30% of all students coming from abroad, the school presents a strong degree of internationalization. Furthermore, research in the field of international management enjoys an outstanding reputation. With the Nürnberg Edition on International Management, we would like to build on this longstanding tradition and present the latest research findings to academics, students and practitioners.

 

Florian Reith, Benjamin Ditzel, Markus Seyfried, Isabel Steinhardt, Tobias Scheytt (Hrsg.):
Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement an Hochschulen. Theoretische Perspektiven und Methoden

Universität und Gesellschaft – Schriftenreihe zur Universitätsentwicklung,
hrsg. von Ada Pellert, Tobias Scheytt, Elke Wild, Band 9,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2019, 228 S.,
ISBN 978-3-95710-253-9 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-353-6 (e-book pdf), € 24.99

Die Forschung zur Qualität in Studium und Lehre ist ein interdisziplinäres Feld. Genuine Beiträge aus der Hochschulforschung werden ergänzt durch Beiträge aus anderen Feldern, wie etwa der Hochschuldidaktik, dem Public Management oder der Evaluationsforschung. Die theoretischen und methodischen Referenzpunkte sind daher vielfältig – und erklärungsbedürftig.

Dieser konzeptionellen Vielfalt steht eine in vielen Fällen vereinheitlichende Praxis des Qualitätsmanagements an Hochschulen gegenüber. Qualitätssicherungsverfahren fokussieren nicht mehr nur auf den Nachweis von Qualität einzelner Studienprogramme oder Lehrveranstaltungen, sondern – integrativ – auf die Güte und Zuverlässigkeit der Qualitätssicherungsverfahren selbst. Mit dieser Art des Qualitätsmanagements ist in zunehmendem Maße eine organisationsweite Steuerungsabsicht verbunden.

Fragen, die sich aus dem Spannungsfeld zwischen theoretischer Vielfalt und integrativer Praxis ergeben, und denen sich dieser Band der Schriftenreihe „Universität und Gesellschaft“ widmet, umfassen:

·       Was bedeutet es, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement an Hochschulen mit unterschiedlichen disziplinären, theoretischen und methodischen Ansätzen zu erforschen? Wie lassen sich qualitätsbezogene Interventionen theoretisch konzipieren?

·       Welche Auswirkungen hat der jeweilige konzeptionelle Zugang zum Thema auf das konkrete empirische Vorgehen? Welche Arten von Aussagen werden dadurch (nicht) möglich?

·       Was bedeutet die Implementierung von Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement für die Organisation Hochschule? Wie variieren externe oder interne Veränderungsinitiativen die Verfahren, Strukturen und Verhaltensweisen innerhalb der Hochschule? Welche Wirkung hat dies auf das Personal, die Prozesse und Strukturen?

Schlüsselwörter: Hochschulmanagement, Hochschulforschung, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung

 

Jürgen Prott:
Solidarität in zerbrechlicher Gesellschaft. Soziale Schichtung und Mobilität in Deutschland

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 306 S.,
ISBN 978-3-95710-249-2 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-349-9 (e-book pdf), € 29.99

Alle reden von der fortschreitenden Polarisierung großer Gruppen der Gesellschaft. Eine sich fast unaufhaltsam öffnende „Schere zwischen Arm und Reich“ hat sich, kaum hinterfragt und durch statistische Fakten nur schwer zu irritieren, als Metapher eines kritischen Zeitgeistes zur Selbstverständlichkeit ausgeformt. Solidarität, dieses tätige Miteinander, soll den Ausweg weisen aus dem Irrweg eines entfesselten Individualismus wie gefährdeter sozialer Sicherheiten. Soziologen mischen in diesem Diskurs kräftig mit. Sie beschwören die Wiedergeburt der „Klassengesellschaft“ (Eribon), sympathisieren mit dem „Aufbegehren“ gegen die „Abstiegsgesellschaft“ (Nachtwey) oder preisen umgekehrt den Eigensinn einer aus „Singularisten“ bestehenden „neuen Mittelklasse“ gegen gleichförmige Erstarrungen (Reckwitz). Was bedeutet in diesem Kontext Solidarität in sich wandelnden Konfliktkonstellationen und neuartigen gesellschaftlichen Konfigurationen heute? Ist sie als vermeintlich bewährtes Handlungskonzept einer geeinten wie kämpferischen „Arbeiterklasse“ oder auch nur als ursprünglicher Markenkern des Gewerkschaftlichen herabgesunken auf den Status eines vergeblichen gesamtgesellschaftlichen Harmoniestrebens? Erschöpft sie sich gar in der Barmherzigkeitsethik christlicher Nächstenliebe?

Der Autor erörtert diese Fragen zunächst in einer kritischen Auseinandersetzung mit Grundlinien neuerer soziologischer Studien zu gesamtgesellschaftlichen Strukturen und den darin eingeschlossenen Chancen sozialer Mobilität. Dabei legt er besonderen Wert auf die Klärung soziologisch gebräuchlicher Kategorien der Schichtungsanalyse vor dem Hintergrund solider erfahrungswissenschaftlicher Befunde. Dann führt er den Begriff der Solidarität auf seinen gewerkschaftlichen Ursprung zurück, um von da aus den Blick freizulegen auf sein recht widersprüchliches Bedeutungspotential in der aktuellen Debatte. Schließlich zeigt er, gestützt auf eigene empirische Erhebungen im Kreis von Nachwuchskräften für ehrenamtliche Gewerkschaftsarbeit, wie wichtig und zugleich beschwerlich Solidarität als organisierte wechselseitige Unterstützung in einer ausdifferenzierten Gesellschaft zu realisieren ist, wenn sie ihre Voraussetzungen ernst nimmt: das gleichrangige Aushandeln gemeinsamer Interessen. So gesehen ist und bleibt Solidarität so zerbrechlich wie die ganze Gesellschaft und das darin eingeschlossene alltägliche Miteinander.

Schlüsselwörter: Soziale Schichtung, soziale Klassen, soziale Mobilität, Solidarität, Arbeitnehmer-Solidarität, Zukunft der Gesellschaft, Gewerkschaftspolitik, soziale Ungerechtigkeit