Top3 Juli 2018

 

Heike Mensi-Klarbach, Günther Vedder (Hrsg.):
Geflüchtete Menschen auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt

Schriftenreihe zur interdisziplinären Arbeitswissenschaft,
hrsg. von Axel Haunschild, Günther Vedder, Band 8,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 228 S.,
ISBN 978-3-95710-092-4 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-192-1 (e-book pdf), € 22.99

In den Jahren 2015 und 2016 sind über eine Million geflüchtete Menschen in Deutschland angekommen und haben einen Asylantrag gestellt. Das Thema Migration ist damit in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses gerückt. Die Erwartungen an eine möglichst schnelle Integration der geflüchteten Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt sind hoch. Wissenschaftliche Erhebungen weisen allerdings darauf hin, dass der Prozess der Anerkennung des Asylantrags, die Klärung der Wohnungsfrage, der hinreichende Spracherwerb sowie die Anerkennung von Qualifikationen aus dem Heimatland als Voraussetzungen für Arbeitsintegration durchschnittlich bis zu fünf Jahre in Anspruch nimmt. Dennoch zeigt sich, dass trotz der empirisch belegten Trends naturgemäß sehr große Unterschiede zwischen den Erfolgen und Misserfolgen der Menschen bestehen. Daher ist es sinnvoll, jede Zuwanderung individuell zu betrachten, wenn es um den Weg zum beruflichen Neuanfang geht. In diesem Band werden 20 Einzelfälle von geflüchteten Menschen dokumentiert, die unterschiedlich lange in Deutschland leben. Die interviewten Personen berichten mit großer Offenheit von ihren Berufsbiografien in der alten und neuen Heimat. Sie geben einen spannenden Einblick in ihre Erwartungen und Integrationsbemühungen. Die sehr persönlichen Interviews und ihre anschließende Auswertung verdeutlichen, welche Faktoren den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern oder erschweren können, und geben gleichzeitig Raum für individuell sehr unterschiedliche Geschichten.

Schlüsselwörter: Fluchtmigration, Arbeitsmarktintegration, Bildungsbiografie, berufliche Qualifikation, Spracherwerb, Arbeitsvermittlung

 

Daniel Deimling:
Betriebswirtschaftslehre. Eine Polemik

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 117 S.,
ISBN 978-3-95710-216-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-316-1 (e-book pdf), € 17.99

ISBN 978-3-95710-216-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-316-1 (e-book pdf), € 17.99

Betriebswirtschaftliche Theorien sind weder Glasperlenspiele, deren Bedeutung nicht über den universitären Elfenbeinturm hinausreicht, noch eine bloße Beschreibung der vorfindbaren ökonomischen Verhältnisse. Sie haben vielmehr eine gestalterische Wirkung, die gar nicht groß genug eingeschätzt werden kann. Das Grundübel der vorherrschenden Betriebswirtschaftslehre ist, dass sie die Gewinnmaximierung als oberstes Unternehmensziel strukturell und ethisch legitimiert. Die Theorie liefert die Rechtfertigung für Unternehmer zulasten von Mensch und Umwelt den Profit zu steigern, ohne sich dabei schlecht fühlen zu müssen. Die Ausblendung der gesellschaftlichen Folgekosten unternehmerischer Gewinnerzielung ist eine in den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre angelegte gigantische Bilanzfälschung. Daniel Deimling unterzieht die zentralen Axiome und Hintergrundannahmen der vorherrschenden Betriebswirtschaftslehre einer fundamentalen Kritik und stellt alternative Sichtweisen dar.

Schlüsselwörter: Kritische Betriebswirtschaftslehre, integrative Wirtschaftsethik, lebensdienliche Ökonomie, nachhaltige Unternehmensführung

 

Norbert Seewald:
Chancen und Grenzen von Leistungsanreizen in Behörden. Macht und Ohnmacht von Leistungszahlungen und Zielvereinbarungen

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 142 S.,
ISBN 978-3-95710-208-9 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-308-6 (e-book pdf), € 19.99

Anreizsysteme sollen dazu beitragen, öffentliche Verwaltungen effizienter, kundenfreundlicher und dienstleistungsorientierter zu machen. Der wissenschaftliche Hintergrund hierzu ist bislang allerdings dünn, und gleichzeitig werden Verwaltungen mit der operativen Gestaltungs- und Einführungsarbeit allein gelassen.

Diese Betrachtung behandelt Leistungszahlungen und Zielvereinbarungen als jeweils eigenständige Werkzeuge und versucht, Chancen und Grenzen dieser Ansätze zu erörtern sowie Folgerungen für die verwaltungsbezogene Organisationspraxis herauszuarbeiten. Eingehende Betrachtungen der arbeitsplatzbezogenen Bedingungen und Implikationen dieser Werkzeuge einerseits und leitfadenartige Realisierungsvorschläge andererseits sollen kritische Auseinandersetzungen besonders in verwaltungsbezogenen Zusammenhängen erleichtern – und Umsetzungsvorhaben unterstützen.

Diese Ausarbeitung ist nicht nur geeignet für Studium und Lehre, sondern auch für die Praxisarbeit personalwirtschaftlicher Fachkräfte.

Schlüsselwörter: Anreizsysteme, Leistungszahlungen, Zielvereinbarungen, Leistungsorientierung, Leistungsmessung