Management

 

Daniel Sebastian Kreter:
Ungeplante Unternehmensnachfolge im Mittelstand. Spezifische Problemlagen und betriebliche Bewältigungsstrategien

Flensburger Schriften zu Unternehmertum und Mittelstand,
hrsg. von Dr. Werner Jackstädt-Zentrum, Band 7,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2017, 240 S.
ISBN 978-3-95710-082-5 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-182-2 (e-book pdf), € 24.99

Wie bewältigen mittelständische Unternehmen die Herausforderungen ungeplanter Unternehmensnachfolgen? Diese volks- und betriebswirtschaftlich aktuelle Frage beantwortet das Buch neu, indem es die Zusammenarbeit von Unternehmensführung und Belegschaft bei der Bewältigung ungeplanter Unternehmensnachfolgen in den Blick nimmt. Mit Hilfe von macht- und integrationstheoretischen Konzepten wird die Fragestellung zunächst weiter konzeptualisiert und in Form eines qualitativen Fallstudienansatzes empirisch untersucht. Der explorative Charakter des Buches mündet in der Identifikation von systematischen Einflussdimensionen ungeplanter Unternehmensnachfolgen sowie der Entwicklung einer Nachfolgetypologie. Insgesamt richtet sich das Buch dadurch an Management­theoretiker und Praktiker gleichermaßen.

Schlüsselwörter: Familienunternehmen, Mittelstandsforschung, Unternehmensnachfolge, organisationaler Wandel, betriebliche Sozialordnung, Macht, Integration, qualitative Sozialforschung, narratives Interview

 

Matthias Schmidt, Matthias Tomenendal (Hrsg.):
Netzwerkperspektiven – Made in Berlin! Auf der Suche nach wirksamer Koordination

Rainer Hampp Verlag, München u. Mering 2017, 170 S.,
ISBN 978-3-95710-080-1 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-180-8 (e-book pdf), € 22.99

Unsere Wirtschaft ist ebenso wie unsere Gesellschaft von hoher Dynamik und zunehmender Komplexität geprägt. Unternehmen müssen auf den permanenten Wandel, der damit einhergeht, stets neue Antworten finden, um erfolgreich ihren Zweck erfüllen und ihre Ziele erreichen zu können.

Netzwerke sind eine besondere Form der Organisation und Koordination. Gegenüber traditionell hierarchisch strukturierten Organisationen bieten Netzwerke eine wesentlich höhere Flexibilität. Dabei bilden sie gewissermaßen ein Querschnittsphänomen. Sie entstehen in ganz verschiedenen Kontexten, unter verschiedenen Bedingungen, mit verschiedenen Absichten und mit den unterschiedlichsten Akteuren. Netzwerke scheinen eine probate Antwort auf die komplexe Dynamik unserer Zeit zu sein, die uns vor gewaltige Herausforderungen stellt.

Der vorliegende Band dokumentiert die multiperspektivische Suche nach einer wirksamen Koordination von Aktivitäten, die die unterschiedlichsten Formen von Netzwerken bieten. Die diversen Beiträge beleuchten entlang unterschiedlicher Aspekte die Frage, welche zentrale Rolle die Zusammenarbeit innerhalb von Netzwerken spielt. Allen Netzwerken ist gemein, dass sie, so lose sie auch sein mögen, Handlungen oder Informationen mit dem Ziel koordinieren, sowohl für das Individuum als auch für das gesamte Netzwerk erkennbare Vorteile zu erreichen.

Schlüsselwörter: Netzwerke, Identität, Verantwortung, Management, Koordination, Netzwerkkompetenz, Unternehmen, Organisation, Gesellschaft, Berlin, neues Denken, zehn Thesen

 

Wenzel Matiaske, Andrew Pendleton, Erik Poutsma (eds.):
Financial Participation

management revue, Volume 27, Issue 4,
Rainer Hampp Verlag, 2016, 121 S., € 24.80 

Wenzel Matiaske, Andrew Pendleton, Erik Poutsma: Financial Participation – Introduction

Mathieu Floquet, Loris Guery, Chloé Guillot-Soulez, Patrice Laroche, Anne Stévenot: The relationship between profit-sharing schemes and wages: Evidence from French firms

Olaf Kranz, Thomas Steger: Resurrected, recovered, but still didn’t survive? A case study on the viability of employee-owned companies

Thomas Haipeter: Financialisation of wages and works councils’ policy: Profit sharing in the German metalworking and electrical engineering industries 

Renate Ortlieb, Wenzel Matiaske, Simon Fietze: Employee share ownership in Germany: A cluster analysis of firms' aims 

Lutz Bellmann, Iris Möller: Are firms with financial participation of employees better off in a crisis? Evidence from the IAB Establishment Panel Survey

 

Organisation

 

Matthias Schmidt:
Selbstorganisation – System – Ethik. Eine Operationalisierung der Methode der Selbstorganisation und Implikationen für eine Ethik

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 142 S.,
ISBN 978-3-95710-081-8 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-181-5 (e-book pdf), € 19.99

Die Begriffe Systemtheorie und Selbstorganisationstheorie werden in verschiedenen Kontexten sehr unterschiedlich gedacht und verwendet. Gemeinsam ist ihnen in der Regel ein holistischer Zugang zum betrachteten Sachverhalt. Dabei gilt bekanntermaßen: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wie aber ist das Verhältnis der Teile zueinander und zum Ganzen zu denken? Und was resultiert daraus in ethischer Hinsicht?

Dieses Buch reflektiert grundlegende logische Zusammenhänge der Selbstorganisation und begründet dabei eine unbedingte ethische Verantwortung. Dadurch bereitet es den theoretischen Boden für weiterführende praktische und anwendungsbezogene Überlegungen, die nicht zuletzt für moderne wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen fruchtbar gemacht werden können.

Schlüsselwörter: Selbstorganisation, Systemtheorie, Ethik, Logik, Verantwortung, Werte, Determination, Freiheit, Anpassung, wechselseitige Bedingtheit, Selbstverwirklichung, Selbstentfaltung, ganzheitliches Denken, Reflexion, Wirklichkeit, Zielkorridor

 

Stefanie Hiestand:
BITs & BIER. Eine empirische Analyse im Brauwesen und in der IT-Branche zur Verknüpfung individueller Kompetenz- und betrieblicher Organisationsentwicklung

Schriftenreihe zur interdisziplinären Arbeitswissenschaft,
hrsg. von Axel Haunschild, Günther Vedder, Band 7,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 254 S.,
ISBN 978-3-95710-086-3 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-186-0 (e-book pdf), € 24.99

Wie gestaltet sich Lernen im Unternehmen? Inwiefern tragen Unternehmensveränderungen dazu bei, dass sich Lernchancen für Beschäftigte ergeben? Wie kann das Unternehmen von den Lernprozessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren?

Die Verknüpfung von individueller Kompetenz- und betrieblicher Organisationsentwicklung ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der betrieblichen Praxis bekannt und wird auf vielfältige Weise diskutiert. Es gilt als Binsenweisheit, dass sich beide Prozesse positiv oder negativ beeinflussen. Doch sowohl die Wirkfaktoren als auch die Gestaltungsoptionen dieser Wechselwirkungen sind noch nicht hinreichend untersucht. In diesem Buch beschreibt und analysiert die Autorin individuelle und organisationale Lern- und Entwicklungsprozesse in den gänzlich unterschiedlichen Branchen: Brauwesen und Informationstechnologie. Zudem werden vielfältige Einflussfaktoren auf die Wechselwirkung dieser individuellen und organisationalen Entwicklungsprozesse diskutiert.

Das Buch richtet sich sowohl an Leserinnen und Leser mit wissenschaftlichem Fokus als auch mit praktischem Gestaltungsinteresse. Neben der Entfaltung theoretischer Konzeptionen bieten die Ausführungen der Autorin auch Handlungsorientierung für Akteure im Umfeld der Personal- und Organisationsentwicklung.

Schlüsselwörter: Kompetenzentwicklung, Lernen im Prozess der Arbeit, Organisationsentwicklung, Strukturationstheorie, kollektive Kompetenz, individuelle und organisationale reflexive Handlungsfähigkeit

 

Hubert Biedermann, Stefan Vorbach, Wolfgang Posch (Hrsg.): Transformationen. Neue Wege zu industrieller Nachhaltigkeit

Sustainability Management for Industries 7
 Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 142 S.,
ISBN 978-3-95710-088-7 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-188-4 (e-book pdf), € 22.99

In Zeiten wirtschaftlicher, politischer und technologischer Umbrüche, stehen industrielle Unternehmen vor der großen Herausforderung, die Transformation bisheriger Produktionsparadigmen vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Gelingen kann dies durch die Fokussierung auf Stärken, kombiniert mit einer klimaverträglichen und ressourceneffizienten Entwicklung. Dazu bedarf es neuer, innovativer Lösungen auf Unternehmensebene, aber auch neuer Formen der Zusammenarbeit und Kooperation entlang der Wertschöpfungskette. Sowohl die Potenziale als auch die Herausforderungen der Transformation zu industrieller Nachhaltigkeit konzentrieren sich im Umgang mit der digitalen Welt, dem Zugang zu Netzwerken und der strategischen Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.

Beim nunmehr 7. Kongress der Reihe „Sustainability Management for Industries“ mit dem Thema „Transformationen: Neue Wege zu industrieller Nachhaltigkeit“ an der Montanuniversität Leoben geben Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter Einblicke in folgende Themengebiete:

·        Ressourceneffizienz und Industrie 4.0

·        nachhaltige Geschäftsmodelle

·        Sustainable Supply Chain Management

·        Ressourcen- und Energieeffizienz

·        Lean & Sustainability Management

·        nachhaltiges Projektmanagement

·        Energieeffizienzsteigerung & Energiewende

Schlüsselwörter: Nachhaltigkeit und Industrie 4.0, Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Entwicklung, Lean Management, nachhaltiges Projektmanagement, Energieerzeugung, nachhaltige Wertschöpfungskette, Effizienz und Effektivität, Energiewende

 

Susanne Gretzinger, Simon Fietze, Wenzel Matiaske (eds.):
Innovation Networks

management revue, Volume 26, Issue 2,
Rainer Hampp Verlag, 2015, 103 S., € 24.80 

Editorial

Anna Kunttu, Lasse Torkkeli: Service innovation and
internationalization in SMEs: Implications for growth and performance

Stine Jessen Haakonsson, Vandana Ujjual: Internationalisation of R&D: New insights into multinational enterprises’ R&D strategies in emerging markets

Stan De Spiegelaere, Guy Van Gyes, Hans De Witte, Geert Van Hootegem: Job design, work engagement and innovative work behavior: A multi-level study on Karasek’s learning hypothesis

Andre Veenendaal, Tanya Bondarouk: Perceptions of HRM and their effect on dimensions of innovative work behaviour: Evidence from a manufacturing firm

Andrea Hanebuth: Success factors of virtual research teams – Does distance still matter?

 

Führung, Motivation, Arbeitsorganisation

 

Christine Busch, Antje Ducki, Jan Dettmers, Harald Witt (Hrsg.):
Der Wert der Arbeit. Festschrift zur Verabschiedung von Eva Bamberg

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 290 S.,
ISBN 978-3-95710-079-5 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-179-2
(e-book pdf), € 27.99

Die Publikation liefert den interessierten Leserinnen und Lesern einen Einblick in verschiedene Themenfelder einer wertegebundenen Arbeits- und Organisationspsychologie. Dabei werden vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen neuere Theorien und Modellentwicklungen in Hinblick auf ihren Wertebezug kritisch beleuchtet sowie aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.

Arbeits- und Organisationspsychologie kann nicht wertfrei betrieben werden, denn es geht um die Mit-Gestaltung einer guten Arbeitswelt durch die Arbeits- und Organisationspsychologie. Es gilt Kriterien für gute Arbeit für neue Aktionsfelder wie atypische Beschäftigung und Digitalisierung zu formulieren. Für klassische Fragen der Arbeits- und Organisationspsychologie wird geprüft, inwieweit die herkömmlichen Bewertungskriterien noch Geltung haben.

Schlüsselwörter: Wert der Arbeit, Aktionsfelder einer wertegebundenen Arbeits- und Organisationspsychologie, Theorien und Modelle einer wertegebundenen Arbeits- und Organisationspsychologie

 

André Latz:
Vertrauen durch Führung. Demokratisierungstendenzen in der deutschen Bundeswehr

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 230 S.,
ISBN 978-3-95710-089-4 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-189-1
(e-book pdf), € 24.99

Wertschätzende Führung und Vertrauen sind in allen Organisationen unabdingbar für intrinsische Motivation, organisationale Fairness und Erfolg. Vor allem die Wechselwirkungen von Vertrauen, Führung, Fairness und Motivation können positiv ausgestaltet werden. Die Demokratisierungstendenzen in der Bundeswehr und die Konzeption der Inneren Führung stellen sich in diesem Kontext als beispielgebend für eine zeitgemäße Führungskultur heraus.

Methodisch handelt es sich bei dieser Publikation um eine soziologische Studie, die auch interdisziplinäre Ansätze aufgreift. Die Führungskultur der Bundeswehr wird im Rekurs auf die Theorien von Pierre Bourdieu, Michel Foucault sowie aus der Verhaltensökonomie in den Fokus gerückt und auf Unternehmen bezogen. Dabei zeigt sich, dass militärische und wirtschaftliche Zweckrationalität mit den freiheitlich-demokratischen Grundwerten in Einklang gebracht werden kann und muss.

„In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist der Soldat etwas geworden, was man fabriziert. Aus einem formlosen Teig, aus einem untauglichen Körper macht man die Maschine, deren man bedarf.“

(Michel Foucault in Überwachen und Strafen)

„Es braucht Frauen und Männer, Soldatinnen und Soldaten, die Entscheidungen treffen können und wollen, die verlässlich, nachvollziehbar, transparent und fachlich richtig sind. […] Es geht um Kreativität, Offenheit und Flexibilität weit über ‚den fachlichen Tellerrand‘ hinaus. Die Königsdisziplin aber sind die Kompetenzen in der Menschenführung. Vieles von dem ist in der Bundeswehr eigentlich selbstverständlich – der Inneren Führung sei Dank. Und doch müssen wir Sorge tragen, dass dies bei jeder neuen Generation von Offizieren auch so bleibt.“

(Frau Dr. Ursula von der Leyen, Bundesverteidigungsministerin)

„Attraktiv ist dort, wo gut geführt wird. Die Innere Führung der Bundeswehr stellt dazu wertegebundene, verbindliche Vorgaben bereit. Gute Führung – zu Hause in Deutschland und vor allem im Einsatz gründet sich auf Vertrauen, Wertschätzung und Kompetenz. Diese Werte zu stärken – darum geht es, jeden Tag.“

(Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur im Zentrum Innere Führung)

Schlüsselwörter: Führungskompetenz, intrinsische Motivation, organisationale Fairness, Bundeswehr, Wirtschaftsethik

 

Personalmanagement, Weiterbildung

 

Daria Kamluk:
Strategisches Talent Management. Vorübergehender Trend oder innovativer Erfolgsfaktor?

Praxisorientierte Personal- und Organisationsforschung,
hrsg. von Reiner Bröckermann, Band 22,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 128 S.,
ISBN 978-3-95710-083-2 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-183-9 (e-book pdf), € 17.99

Wie bleiben Unternehmen im zunehmenden Kampf um knappe Talente langfristig wettbewerbsfähig? Wie steigern sie ihre Arbeitgeberattraktivität bei den Talenten, um diese dauerhaft an sich zu binden? Welche Chancen bietet den Unternehmen ein effektives und effizientes Strategisches Talent Management als Zukunftsvorsorge? Welche Herausforderungen erwarten große, welche kleine und mittlere Unternehmen?

Dieses Buch verschafft den Lesern einen breiten Überblick über das Strategische Talent Management und dessen Erfolgsfaktoren. Es werden organisatorische, gesellschaftliche, rechtliche und wettbewerbliche Anforderungen aufgezeigt sowie geeignete praktische Handlungsempfehlungen abgeleitet. Zudem wird analysiert, welche Maßnahmen sich für verschiedene Unternehmensgrößen und Zielgruppen, wie die Generation Y, eignen.

Schlüsselwörter: War for Talent, Personalmarketing, Personalbindung, Unternehmensgröße, Generation Y

 

Arbeitsmarkt und Industrielle Beziehungen

 

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Heiner Minssen (Hg.):
Arbeitswelten und industrielle Beziehungen – zwischen Einfacharbeit und hochqualifizierter Arbeit

Industrielle Beziehungen, Jahrgang 23, Heft 4,
Rainer Hampp Verlag, 2016, 138 S., € 24.80

Hartmut Hirsch-Kreinsen, Heiner Minssen: Editorial

Hermann Kotthoff: Arbeit, Arbeitsbewusstsein und Interessenorientierung von Hochqualifizierten Angestellten

Thomas Haipeter: Industrieangestellte – Neue Initiativen der Interessenvertretung in der internen Tertiarisierung

Steffen Dörhöfer, Maria Funder: "You’ll (n)ever walk alone". Innovative Wissensarbeit zwischen individualistischem Leistungsregime und kommunitärer Teamkultur 

Birgit Apitzsch, Caroline Ruiner, Maximiliane Wilkesmann: Traditionelle und neue intermediäre Akteure in den Arbeitswelten hochqualifizierter Solo-Selbstständiger

Alexandra Manske: Zwischen den Welten: Hybride Arbeitsverhältnisse in den Kulturberufen

 

Berndt Keller:
Berufs- und Spartengewerkschaften. Neue Akteure und Perspektiven der Tarifpolitik

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 157 S.,
ISBN 978-3-95710-085-6 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-185-3 (e-book pdf), € 19.99

Seit den frühen 2000er Jahren beobachten wir einen zunehmenden Einfluss von Berufs- und Spartengewerkschaften. Diese Verbände sind prominente Beispiele für die neue Unübersichtlichkeit der Arbeitsbeziehungen. Der Band behandelt in sozialwissenschaftlicher Perspektive die in Wissenschaft und Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Fragen der wesentlichen Folgen: Verändert der Wandel von Berufsverbänden zu Berufsgewerkschaften und ihre damit verbundene Zielverschiebung nachhaltig die etablierten Strukturen der Interessenvertretung? Führt ihre Tarifpolitik zu einem höheren Streikniveau in der traditionell arbeitskampfarmen Bundesrepublik? Nimmt ihr Einfluss auf die Funktions-, insbesondere die Stabilitätsbedingungen der Arbeitsbeziehungen, vor allem die Tarifpolitik, nicht nur kurz-, sondern auch langfristig zu? Werden weitere Berufsgewerkschaften entstehen? Welche Konsequenzen hat die nunmehr gegebene Gewerkschaftskonkurrenz für die etablierten Gewerkschaften?

Schlüsselwörter: Berufsgewerkschaften, Tarifpolitik, Arbeitsbeziehungen

 

Sandy Heilscher:
Gefahrengemeinschaften als Teil der Kultur der freiwilligen Feuerwehr. Eine Skizzierung der Gefahrengemeinschaft in der freiwilligen Feuerwehr

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 157 S.,
ISBN 978-3-95710-087-0 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-187-7 (e-book pdf), € 19.99

Die freiwillige Feuerwehr ist in Deutschland die mit Abstand größte staatliche Ressource für die Abwehr von Gefahren für Gesundheit, Leben und Sachwerte – und damit eine zentrale Stütze im Bevölkerungsschutz. Mit selbstloser Disziplin treten die Mitglieder gegen Gefahren und Schadstoffe an und riskieren damit ihre eigene Gesundheit. 

Mittels qualitativer Methoden eröffnet die Untersuchung einen Zugang zu einer bislang weitestgehend unerforschten Lebenswelt. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Gefahrengemeinschaft, wobei dieser Begriff bislang aus der Kulturforschung bei der Polizei bekannt ist. Mit dieser teilt sich die freiwillige Feuerwehr das risikobehaftete, unsichere Arbeitsumfeld, weswegen sich hier eine Kontrastierung besonders anbietet 

Anhand entwickelter idealtypischer Rollen werden Aspekte wie Kameradschaft, Gefahr, Motivation, Werte und der Umgang mit abweichendem Verhalten im Kontext der Gefahrengemeinschaft der freiwilligen Feuerwehr diskutiert und dem polizeilichen Pendant gegenübergestellt, was letztlich mehr Verbindendes als Trennendes offenlegt. Gleichzeitig deckt die vorliegende Studie einerseits Differenzen zwischen der durch die Bevölkerung wahrgenommenen Außensicht und der von den Mitgliedern gelebten Innensicht auf. Andererseits weist sie auf verschiedene Spannungsfelder hin, die sich aus der strukturell besonderen, da auch familiär geprägten Gemeinschaft ergeben. Die praxisrelevante Analyse veranschaulicht, wie unerlässlich, aber auch kontraproduktiv die (Gefahren-) Gemeinschaft der freiwilligen Feuerwehr ist, aber auch, dass sie ihren Mitgliedern mehr Vorteile bietet, als mit rein finanziellen Mitteln aufzuwiegen wären. 

Das Buch wendet sich an die Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren und jene, die ein besonderes Interesse an ihr hegen, sowie an alle, die sich mit Institutionen und Professionen im sozialwissenschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Insbesondere soll es Führungskräften in der freiwilligen Feuerwehr eine neue Perspektive auf ihnen bislang (vermeintlich) Bekanntes bieten. Zusammen mit den dargelegten Thesen soll es als Grundlage für weiterführende Diskussionen und zukünftige Forschungen dienen, um zu einer Auflösung der aufgezeigten Spannungsfelder zu führen.

Schlüsselwörter: Feuerwehrkultur, freiwillige Feuerwehr, Non-Profit-Organisation, Gefahrengemeinschaft, freiwilliges Engagement, Kameradschaft, hegemoniale Männlichkeit (Idealtypen), Motivation, Entlohnung, Werte, nonkonformes Verhalten (Devianz) 

 

Olaf Deinert, Markus Helfen (Hg.):
Entgrenzung von Organisation und Arbeit? Herausforderungen für Arbeitsrecht, Management und Mitbestimmung

Industrielle Beziehungen, Jahrgang 23, Heft 2,
Rainer Hampp Verlag, 2016, 167 S., € 24.80

Olaf Deinert, Markus Helfen: Entgrenzung von Organisation und Arbeit? Interorganisationale Fragmentierung als Herausforderung für Arbeitsrecht, Management und Mitbestimmung. Einleitung zum Schwerpunktheft

Gabriele Faßauer, Silke Geithner: Entgrenzung und Grenzarbeit in Co-Konfiguration: Eine tätigkeitstheoretische Perspektive

Markus Hertwig, Johannes Kirsch, Carsten Wirth: Onsite-Werkverträge und Industrielle Beziehungen: Praktiken der Betriebsräte zwischen Ablehnung und Akzeptanz

Karina Becker: Entgrenzte Organisationen – begrenzte Beschäftigtengesundheit? Arbeitspolitische Aushandlungen um Grenzverschiebungen und Grenzziehungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Isabell Hensel, Jochen Koch, Eva Kocher, Anna Schwarz: Crowdworking als Phänomen der Koordination digitaler Erwerbsarbeit – Eine interdisziplinäre Perspektive

Andreas Bücker: Arbeitsrecht in der vernetzten Arbeitswelt

Christiane Brors: Schöne, neue Arbeitswelt – ist der Arbeitsvertrag dafür zu „altbacken“?

Wolfgang Däubler: Steigende Schutzdefizite im Arbeitsrecht?

 

Werner Fricke, Sabine Pfeiffer (eds.):
Action Research Perspectives in German Social Science

International Journal of Action Research, Volume 11, Issue 1-2,
Rainer Hampp Verlag, 2015, 227 S., € 39.80 

Werner Fricke, Sabine Pfeiffer: Editorial

Ines Langemeyer: 'The most important safety device is you!' On the specific nature of high-tech work process knowledge

Kristin Carls: Precariousness meets passion – Fields of conflict in editorial and social work 

Nicole Mayer-Ahuja: Research for whom? Labour sociology between observation, co-management and social critique

Daniela Wuehr, Sabine Pfeiffer, Petra Schuett: Participatory research on innovation – Methodological approaches to challenges in the field and practical experiences

Andrea Gabler: Workplace ethnographies – an underestimated source of subject-oriented work research

Norbert Huchler, Stefan Sauer: Reflexive and experience-based trust and participatory research: Concept and methods to meet complexity and uncertainty in organisations

Stephanie Porschen-Hueck, Judith Neumer: Participation in enter-prises and in research: The case of innovation work

Peter Birke, Florian Hohenstatt, Moritz Rinn: Gentrification, social action and 'role-playing': Experiences garnered on the outskirts of Hamburg 

 

Oksana Balashova, Ismail Doga Karatepe, Aishah Namukasa (Eds.):
Where have all the classes gone? A critical perspective on struggles and collective action

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 8
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2017, 300 S.,
ISBN 978-3-86618-893-8 (print), € 29.80

Numerous uprisings and social movements in recent decades sprawled in seemingly disconnected political landscapes, from Turkey to Brazil, from South Africa to China, from Argentina to Portugal. These social protests centered on issues as varied as the right to affordable transportation, land dispossession or minority rights. The place of the working class in them seemed increasingly insignificant, and the framework of class analysis outdated. But did the concept of class really become obsolete? Are these social protests as disconnected as they seem?

“Where have all the classes gone? A critical perspective on struggles and collective action” is a book that aims to demonstrate the continuing relevance of class analysis in the study of social movements. Grounded in rich empirical data, it captures class-relevant aspects of multiple case studies of social movements, uprisings and resistances across different spatial contexts.

Key words: Class analysis, collective action, resistances in urban and rural spaces, critical approach

Editors: Oksana Balashova, Ismail Doga Karatepe and Aishah Namukasa are PhD fellows at the International Center for Development and Decent Work (ICDD) at Kassel University, Germany.

 

Methoden

 

Katja Rost, Nicholas Arnold:
Die Vignettenanalyse in den Sozialwissenschaften. Eine anwendungsorientierte Einführung

Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden, hrsg. von
Wenzel Matiaske, Martin Spieß et al., Band 13,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2017, 114 S.,
ISBN 978-3-95710-084-9 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-184-6 (e-book pdf), € 17.99

Wann ist ein Einkommen gerecht? Unter welchen Umständen sollen Ausländer eingebürgert werden? Wie kann die Rente reformiert werden? Fragestellungen dieser Art lassen sich mit der Vignettenanalyse beantworten. Die Methode erhebt die Einstellungen von Personen zu spezifischen Sachverhalten, indem Situations- oder Personenbeschreibungen in Befragungen systematisch variiert werden. Die Vignettenanalyse verbindet folglich die positiven Aspekte von Befragungen und Experimenten miteinander.

Der vorliegende Leitfaden legt die Grundzüge der Vignettenanalyse einfach und verständlich dar. Pragmatisches Ziel ist die Befähigung zur selbstständigen Anwendung der Methode. Erklärungen erfolgen stets anhand fiktiver und realer Beispiele. Die verwendete Software wird im Detail ausgeführt. Kapitel 2 gibt einen Überblick über das Verfahren der Vignettenanalyse, grenzt die Methode von ähnlichen Methoden ab, zeigt vorangegangene Anwendungen in verschiedenen Forschungsdisziplinen auf und diskutiert Vor-, aber auch Nachteile der Methode. Kapitel 3 zeigt auf, wie ein experimentelles Design im Rahmen der Vignettenanalyse erstellt wird, wie eine Auswahl von Vignettensets erfolgen kann und welche Nachteile hiermit verbunden sind. Kapitel 4 widmet sich der Erstellung und Durchführung der Befragung, beispielsweise der Fragebogengestaltung, der Präsentation der Vignetten, der Konstruktion von Messskalen, Instruktionen an die Befragten oder dem Pretest. In Kapitel 5 werden die Methoden der Datenanalysen anhand eines realen Beispiels nachvollziehbar dargelegt. Der Leitfaden schließt mit einer Zusammenfassung wesentlicher Durchführungsschritte.

Schlüsselwörter: Vignettenanalyse, faktorieller Survey, Vignettenexperiment, Befragungsexperiment, sozialwissenschaftliche Methodik

 

Wirtschaftsethik

 

Alexander Brink, Ludger Heidbrink, Michèle Morner (Hg.):
Unternehmenssteuerung und Werte

Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Jahrgang 17, Heft 2,
Rainer Hampp Verlag, 2016, 149 S., € 24.80

Joachim Schwalbach: Ehrbare Kaufleute als Leitbild verantwortungsvoller Unternehmensführung – Geschichte und Perspektiven

Korreferat: Thomas Beschorner: Wertlos. – Anmerkungen zum 'ehrbaren Kaufmann' 

Christian Jung, Michèle Morner: Das Glasperlenspiel der intrinsischen Motivation – Führungskräfte zwischen gemeinsamen Werten und eigener Verantwortung

Gerhard Minnameier: Rationalität und Moralität – Zum systematischen Ort der Moral im Kontext von Präferenzen und Restriktionen

Jörg Althammer: Solidarische Wirtschaftsethik – Grundzüge einer normativen Interaktionsökonomik 

Lisa Schöttl, Robert Ranisch: Compliance- und Integrity-Ansätze in der Unternehmensethik – Normenorientierung ohne Werte oder Werteorientierung ohne Normen?

 

Michael Aßländer, Alexander Brink (Hg.):
CSR zwischen Greenwashing und ethischer Reflexion

Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Jahrgang 16, Heft 3,
Rainer Hampp Verlag, 2015, 187 S., € 24.80

Peter G. Kirchschläger: CSR zwischen Greenwashing und ethischer Reflexion - Menschenrechte als ethischer Referenzrahmen für Corporate Social Responsibility

Markus Schenkel-Nofz: CSR-Wahrnehmungen und Auswirkungen bei Mitarbeitern - Eine empirische Untersuchung in einem mittelständischen Unternehmen

Heiko Hoßfeld, Ute Schmiel: Corporate Social Responsibility in der Marktwirtschaft - ein erfahrungswissenschaftlich begründetes Konzept

Michaela Haase: Values-based Value Creation and Responsibility. On the Relationship of 'Doing Business' and 'Doing CSR' 

Katrin Hummel, Diana Festl-Pell: Much Ado About Nothing? Sustainability Disclosure in the Banking Industry