Management

 

Daniel Deimling:
Betriebswirtschaftslehre. Eine Polemik

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 117 S.,
ISBN 978-3-95710-216-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-316-1 (e-book pdf), € 17.99

ISBN 978-3-95710-216-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-316-1 (e-book pdf), € 17.99

Betriebswirtschaftliche Theorien sind weder Glasperlenspiele, deren Bedeutung nicht über den universitären Elfenbeinturm hinausreicht, noch eine bloße Beschreibung der vorfindbaren ökonomischen Verhältnisse. Sie haben vielmehr eine gestalterische Wirkung, die gar nicht groß genug eingeschätzt werden kann. Das Grundübel der vorherrschenden Betriebswirtschaftslehre ist, dass sie die Gewinnmaximierung als oberstes Unternehmensziel strukturell und ethisch legitimiert. Die Theorie liefert die Rechtfertigung für Unternehmer zulasten von Mensch und Umwelt den Profit zu steigern, ohne sich dabei schlecht fühlen zu müssen. Die Ausblendung der gesellschaftlichen Folgekosten unternehmerischer Gewinnerzielung ist eine in den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre angelegte gigantische Bilanzfälschung. Daniel Deimling unterzieht die zentralen Axiome und Hintergrundannahmen der vorherrschenden Betriebswirtschaftslehre einer fundamentalen Kritik und stellt alternative Sichtweisen dar.

Schlüsselwörter: Kritische Betriebswirtschaftslehre, integrative Wirtschaftsethik, lebensdienliche Ökonomie, nachhaltige Unternehmensführung

 

Kirsten Mikkelsen:
Zur Rekonstruktion von Entrepreneurial Self-Efficacy von Unternehmerinnen in patriarchal geprägten Gesellschaften

Flensburger Schriften zu Unternehmertum und Mittelstand,
hrsg. von Dr. Werner Jackstädt-Zentrum, Band 9,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2018, 252 S.
ISBN 978-3-95710-212-6 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-312-3 (e-book pdf), € 24.99

 „Die Wirtschaft braucht mehr Gründungen durch Frauen.“ „Das Potenzial der Frauen soll besser ausgenutzt werden.“ So ist seit vielen Jahren die Forderung von Wirtschaft und Politik. Damit etwaige Fördermaßnahmen gezielt eingesetzt werden können, ist es jedoch von großer Bedeutung, das nach wie vor stark männlich geprägte Verständnis von an Gründung und Entrepreneurship geknüpften Personen aufzubrechen und die Realitäten von Frauen in diesem Kontext besser zu verstehen. Der Blick dieser Arbeit richtet sich auf die Vorgründungsphase und die Einbettung von Frauen in den gesellschaftlichen Kontext, um mögliche Hinweise auf gender-spezifische Barrieren oder Hemmnisse aufdecken zu können. Es geht um eine Antwort auf die Frage, woher Frauen den Glauben an die eigenen unternehmerischen Fähigkeiten nehmen und inwieweit dieser Glaube möglicherweise durch nationalkulturelle Merkmale der Geschlechtergleichheit beeinflusst wird.

Die Ergebnisse sollen Anregungen sowohl für Akteure der Gründungsförderung, der Politik als auch der Forschung bieten. Sie sollen dabei helfen, eine bedürfnis- und bedarfsgerechtere Förderpolitik zu etablieren sowie ein stärker durch Diversität geprägtes Verständnis von Entrepreneurship zu schaffen. Dabei rückt auch der emanzipatorische Charakter von Entrepreneurship ins Zentrum von Forschung und Praxis.

Schlüsselwörter: Gender, Entrepreneurship, Geschlechtergleichheit, Emanzipation

 

Organisation

 

Stephan Rohde:
Standortressourcen und strategische Wettbewerbsvorteile in grenzüberschreitenden Clustern. Eine ressourcenorientierte Analyse der Windenergiebranche in Schleswig-Holstein und Süddänemark

Schriftenreihe Internationale Personal- und Strategieforschung,
hrsg. von Marion Festing und Susanne Royer, Band 16
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 324 S.
ISBN 978-3-95710-207-2 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-307-9 (e-book pdf), € 27.99

Cluster haben sich als Instrument der Wirtschaftsförderung etabliert. Grenzregionen gelten oftmals als wirtschaftlich schwächere Regionen. Hingegen wird die Nähe zu einem Nachbarland häufig als vorteilhaft erachtet. Die Europäische Union forciert beispielsweise gezielt die Entwicklung von grenzüberschreitenden Clustern, um Wachstumsimpulse in Grenzregionen zu erzielen. Hierfür sind ansässige Unternehmen und ihre Wertschöpfungsaktivitäten von zentraler Bedeutung. Von besonderem Interesse ist daher die Problemstellung: Inwiefern können Unternehmen von grenzüberschreitenden Clustern als Standort profitieren?

Diese Arbeit wählt ihren Ausgangspunkt in der strategischen Managementforschung, indem eine ressourcenorientierte Perspektive (Resource-based View) für die Untersuchung der Problemstellung eingenommen wird. Diese Perspektive legt den Fokus auf einzelne Unternehmen und ihre Ressourcen. Explizit greift diese Arbeit die Konzeptionalisierung von Clustern als Wertschöpfungsnetzwerke auf und entwickelt diese weiter, indem sie grenzüberschreitende Cluster als grenzüberschreitende Wertschöpfungsnetzwerke konzeptionalisiert. Im Rahmen einer Fallstudienuntersuchung der Windenergiebranche in Schleswig-Holstein und Süddänemark erfolgt eine eingehende Analyse von Standortressourcen und deren Wertschöpfungspotenziale für einzelne Unternehmen. Diese Arbeit bietet tiefgreifende Einblicke in die Wertschöpfungsaktivitäten der betrachteten Unternehmen der Windenergiebranche und leitet fundierte Implikationen ab, die für die Wissenschaft, Wirtschaft und Politik von Interesse sind.

Schlüsselwörter: Cluster, Wertschöpfungsnetzwerke, grenzüberschreitende Cluster, grenzüberschreitende Wertschöpfungsnetzwerke, Resource-based View, Resource-based View of cross-border Clusters, Standortressourcen, Wettbewerbsvorteile, Windenergiebranche

 

Führung, Motivation, Arbeitsorganisation

 

Berit Christina Burgheim:
Die Rolle des Betriebsleiters im mittelständischen Unternehmen

Empirische Personal- und Organisationsforschung, hrsg. von
Dorothea Alewell, Rüdiger Kabst, Albert Martin, Wenzel Matiaske, Werner Nienhüser, Florian Schramm, Wolfgang Weber, Band 57,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 197 S.,
ISBN 978-3-95710-211-9 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-311-6 (e-book pdf), € 22.99

Die mittleren Führungskräfte nehmen in mittelständischen Unternehmen eine besondere Rolle ein. Sie sind gewissermaßen Repräsentanten der Sozialordnung und haben damit einen erheblichen Einfluss sowohl auf das Unternehmensgeschehen als auch auf das Verhalten der Mitarbeiter.

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Spannungsverhältnis von Sozialordnung, Personalpolitik und dem Führungsverständnis mittelständischer Unternehmer und untersucht, ob sich hieraus bestimmte Rollenkonstellationen für den Betriebsleiter ableiten.

Als empirische Grundlage dienen Fallstudien in 16 mittelständischen Familienunternehmen. Die Analyse erbrachte den Nachweis einer engen Korrespondenz zwischen dem Unternehmens-Typ und der Betriebsleiterrolle.

Schlüsselwörter: Rollentheorie, Führungskräfte, Sozialordnung, mittelständische Unternehmen, Personalpolitik

 

Norbert Seewald:
Chancen und Grenzen von Leistungsanreizen in Behörden. Macht und Ohnmacht von Leistungszahlungen und Zielvereinbarungen

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 142 S.,
ISBN 978-3-95710-208-9 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-308-6 (e-book pdf), € 19.99

Anreizsysteme sollen dazu beitragen, öffentliche Verwaltungen effizienter, kundenfreundlicher und dienstleistungsorientierter zu machen. Der wissenschaftliche Hintergrund hierzu ist bislang allerdings dünn, und gleichzeitig werden Verwaltungen mit der operativen Gestaltungs- und Einführungsarbeit allein gelassen.

Diese Betrachtung behandelt Leistungszahlungen und Zielvereinbarungen als jeweils eigenständige Werkzeuge und versucht, Chancen und Grenzen dieser Ansätze zu erörtern sowie Folgerungen für die verwaltungsbezogene Organisationspraxis herauszuarbeiten. Eingehende Betrachtungen der arbeitsplatzbezogenen Bedingungen und Implikationen dieser Werkzeuge einerseits und leitfadenartige Realisierungsvorschläge andererseits sollen kritische Auseinandersetzungen besonders in verwaltungsbezogenen Zusammenhängen erleichtern – und Umsetzungsvorhaben unterstützen.

Diese Ausarbeitung ist nicht nur geeignet für Studium und Lehre, sondern auch für die Praxisarbeit personalwirtschaftlicher Fachkräfte.

Schlüsselwörter: Anreizsysteme, Leistungszahlungen, Zielvereinbarungen, Leistungsorientierung, Leistungsmessung

 

Personalmanagement, Weiterbildung

 

Simon Fietze, Doris Holtmann, Florian Schramm (Hrsg.):
Zwischen Provinzen und Metropolen. Stationen einer sozioökonomischen Reise. Festschrift für Wenzel Matiaske

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 364 S.,
ISBN 978-3-95710-213-3 (print), € 34.80
ISBN 978-3-95710-313-0 (e-book pdf), € 32.99

Dieser Band versammelt 39 Beiträge, die Wenzel Matiaske aus Anlass seines 60. Geburtstages von akademischen Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie Schülerinnen und Schülern gewidmet sind. Er zeichnet die akademische und wissenschaftliche Reiseroute Wenzel Matiaskes nach und liefert einen detaillierten und pointierten Blick auf ein breites Spektrum an sozioökonomischen Fragestellungen: Macht und (sozialer) Tausch, Industrielle Beziehungen, Arbeitszeitpolitik, Arbeitszufriedenheit, Standards Guter Arbeit und die Rolle von (personalwirtschaftlicher) Forschung in einer sich wandelnden Gesellschaft.

 

Stephan Duschek & Florian Schramm (Hrsg.):
Kompetenzmanagement in Clustern und Organisationen. Fachkräfteentwicklung im demografischen Wandel

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 127 S.,
ISBN 978-3-95710-209-6 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-309-3 (e-book pdf), € 17.99

Die demografische Entwicklung stellt bekanntlich eine Herausforderung für die Personalpolitik dar, der sich jedoch gerade kleine und mittlere Betriebe eher reaktiv und fallweise stellen. Für die ca. 500 überwiegend kleinen und mittleren Betriebe des Clusters „Optik und Photonik“, die in Berlin und Brandenburg ansässig sind, bieten sich jedoch Chancen für ein „demografiesensibles“ Kompetenzmanagement zur altersgerechten und -übergreifenden Fachkräfteentwicklung durch die Kooperation im Cluster. Der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung eines solchen clusterweiten Kompetenzmanagements widmete sich das vom BMBF finanzierte Verbundprojekt „AlFaClu“ (Altersgerechte und -übergreifende Fachkräfteentwicklung in Hochtechnologie-Clustern am Beispiel optischer Technologien und Mikrosystemtechnik in Berlin und Brandenburg). Die Leitfrage dieses Projekts lautete: Wie können Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Hilfe des Clusters ihre Fachkräfte demografiesensibel entwickeln, halten und gewinnen? Hierzu wurden Maßnahmen auf Organisations-, Netzwerk- und Clusterebene erarbeitet und umgesetzt.

Schlüsselwörter: Organisation, Personal, Netzwerk, Cluster, Kompetenz, Demografie

 

Fabienne Merk:
Strategisches Personalmanagement in Krisenzeiten.
Entwicklung von personalwirtschaftlichen Instrumenten und Maßnahmen zur krisensicheren Retention von High Potentials: eine Betrachtung anhand der Darwiportunismus-Matrix

Strategie- und Informationsmanagement, hrsg. von Christian Scholz, Band 33,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 335 S.,
ISBN 978-3-95710-210-2 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-310-9 (e-book pdf), € 29.99

Wirtschaftliche Krisen kehren zyklisch wieder und stellen Unternehmen vor existenzielle Herausforderungen. High Potentials können, aufgrund ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen, einen strategischen Wettbewerbsvorteil darstellen. Die Problematik, mit der sich das strategische Personalmanagement konfrontiert sieht, liegt in der Retention von High Potentials im Spannungsfeld „War for talents“. Unternehmen verhalten sich in Krisen aufgrund des erhöhten Wettbewerbsdrucks stark darwinistisch, was sich häufig negativ auf die Arbeitsbedingungen auswirkt. Mitarbeiter zeigen sich wenig opportunistisch und stellen ihre eigenen Ziele zurück. Anders verhält es sich bei High Potentials. Sie besitzen ein geringes Maß an Loyalität und nehmen attraktivere Konkurrenzangebote an, was Unternehmen in Krisen zusätzlich schwächt.

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Präferenzen High Potentials haben und welche Beziehungsvorteile in Krisen relevant sind. Hierfür wird reales Entscheidungsverhalten in der Krisensituation mittels eines Experiments untersucht. Auf Basis dieser Ergebnisse und der Erkenntnisse aus vorangegangenen Studien werden personalwirtschaftliche Instrumente und Maßnahmen für die neun Felder des Personalmanagements entwickelt. Ziel ist es, erste Ansatzpunkte für die krisensichere Retention von High Potentials darzulegen, so dass künftig der stabile Gleichgewichtszustand „Darwiportunismus pur“ realisiert werden kann.

Schlüsselwörter: Strategisches Personalmanagement, HR Management, Darwiportunismus-Matrix, Retention, High Potentials, Krisen

 

Desmond Tutu Ayentimi:
Multinationals’ HRM policies and practices: Do national institutions in less developed countries really matter?

Schriftenreihe Internationale Personal- und Strategieforschung,
hrsg. von Marion Festing und Susanne Royer, Band 15
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 194 S.
ISBN 978-3-95710-206-5 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-306-2 (e-book pdf), € 22.99

Institutional theory claims that organizations interested in gaining legitimacy might have to adapt to the regulatory, cognitive and normative practices that reflect a host-country institutional environment. This book presents a study that draws on the theoretical lens of new institutionalism perspective to explore how the coercive (regulatory), cognitive (culture) and normative institutional settings of a less developed host-country impact MNE subsidiaries’ HRM practice configurations as well as HRM practice transfer. The study found constraints within the host-country educational and training arrangements, delays with the operation of the legal system, labour market constraints, cultural barriers as well as economic instability and political actors’ intrusion as institutional drivers influencing MNE subsidiaries’ HRM polices and practice configurations. This study adds to MNEs’ HRM practice transfer debate by highlighting the significance of the cognitive and normative institutional settings in LDCs as host-country institutional impediments to MNEs’ HRM practice diffusion and acknowledges greater flexibility within the regulatory system as a source of receptiveness for MNEs’ HRM practice diffusion.   

Key words: International HRM, multinational enterprises, institutional theory, local isomorphism, Ghana, HRM practices, case study

 

Arbeitsmarkt und Industrielle Beziehungen

 

Gernot Mühge:
Mikropolitik in der Personalvermittlung im internen Arbeitsmarkt

Schriftenreihe Arbeitsmarkt und betriebliche Personalpolitik,
hrsg. vom Helex Institut, Band 2,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 219 S.,
ISBN 978-3-95710-214-0 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-314-7 (e-book pdf), € 22.99

Abteilungen zur internen Personalvermittlung dienen dazu, Beschäftigungssicherheit in betrieblichen Transformationsprozessen zu gewähren. Beschäftigte, die ihre Stelle verlieren, werden nicht in Arbeitslosigkeit entlassen, sondern durch die Personalvermittlungsabteilung intensiv beraten und auf offene Stellen des internen Arbeitsmarkts vermittelt.

Die interne Personalvermittlung durch eine zentrale Abteilung tangiert die Kompetenzen des mittleren Managements und führt zu Interessendivergenzen hinsichtlich der Personalauswahl in Personalabbau- und Einstellungsentscheidungen. Diese Divergenzen stehen im Zentrum dieser empirischen Arbeit. Gernot Mühge verbindet ökonomische mit organisationssoziologischen Ansätzen und entwickelt den Interessenkonflikt im internen Arbeitsmarkt als mikropolitisches Machtspiel, das zwischen der Personalvermittlungsabteilung und dem dezentralen Linienmanagement ausgefochten wird.

Die umfangreiche Empirie der Arbeit beruht auf Fallstudien in deutschen Unternehmen, die durch internationale Fallstudien in Schweden und Japan ergänzt werden. Sie geben einen Einblick in typische Mechanismen der organisationalen Benachteiligung von Beschäftigten, die auf interne Stellen vermittelt werden sollen. Darüber hinaus untersucht die Arbeit den Einsatz von Machtressourcen durch die Personalvermittlungsabteilung, die in der intraorganisationalen Auseinandersetzung um Kompetenzen und Personal für die wirksame Personalvermittlung entscheidend sind.

Schlüsselwörter: Qualitative Arbeitsmarktforschung, Interner Arbeitsmarkt, Unternehmensrestrukturierung, Beschäftigungssicherung, Mikropolitik

 

Christa Larsen, Sigrid Rand, Alfons Schmid, Andrew Dean (Eds.): Developing Skills in a Changing World of Work: Concepts, Measurement and Data Applied in Regional and Local Labour Market Monitoring Across Europe

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 487 S.,
ISBN 978-3-95710-215-7 (print), € 42.80
ISBN 978-3-95710-315-4 (e-book pdf), € 39.99

The world of work is changing fundamentally and quickly as a result of technological transformation, demographic development and globalisation. The contributions in the anthology show for ten European countries that not only do the degree and speed vary significantly between occupations, sectors and firm types – the changes take on diverse forms in different geographical locations. Labour market actors at regional and local level need to know which skills, competences and know-how are required from the labour force so that they can set up their strategies in line with the future developments.

Regional and local labour market observatories, which are established in over 550 regions and localities in Europe already, can provide significant support in these processes as they have far-reaching experiences with applying a wide variety of methods to collecting, analysing and combining data. Furthermore, they are embedded in regional/local networks of labour market actors and actively contribute to shaping regional strategy processes evidence-based labour market policies.

The contributions demonstrate from different perspectives the approaches to skills and competence monitoring applied in various European regions and localities. In particular, the authors focus on the methods and sources of data and information, implemented instruments, resulting strategy-building and role of observatories in these processes. The compilation of approaches offers an overview of the state-of-the art in labour market monitoring, which can be used for building up skills and competence monitoring frameworks at regional and local level.

Key words: skills, competences, skills and competence requirements, regional and local labour markets, evidence-based policy-making, labour market monitoring, applied labour market research, labour market observatories

 

Alexander Egeling:
Anreize zur Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 150 S.,
ISBN 978-3-95710-205-8 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-305-5 (e-book pdf), € 19.99

Die meisten deutschen Arbeitgeberverbände haben seit einigen Jahrzehnten große Probleme, ihre Mitglieder zu halten oder neue zu gewinnen. Dies hat Auswirkungen auf viele Bereiche des wirtschaftlichen und politischen Systems der Bundesrepublik, wo die Arbeitgeberverbände z.B. in der Sozial- und Umweltpolitik tätig sind, vor allem aber Flächentarifverträge mit Gewerkschaften aushandeln.

Die Notwendigkeit zur Umsetzung eines Tarifvertrages ist für Unternehmen an die Vollmitgliedschaft in einem Arbeitgeberverband gekoppelt. Je weniger Unternehmen Mitglieder in einem Arbeitgeberverband sind, desto geringer ist auch die Tarifbindung und desto fraglicher wird zudem, ob die zentrale Rolle der Arbeitgeberverbände in Deutschland noch gerechtfertigt ist. In diesem Band werden die Grundlagen der beschriebenen Prozesse hinterfragt. Dazu wird der Frage nachgegangen, welche Anreize einzelne Unternehmen haben, Mitglied in einem deutschen Arbeitgeberverband zu sein und worauf diese Anreize beruhen.

Die zur Beantwortung durchgeführte qualitative Studie stützt sich auf Interviews mit Unternehmen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Durch ihre breite Streuung über mehrere Branchen, Mitgliedschaftsformen und Regionen Deutschlands gibt sie einen vielschichtigen Einblick in das interessierende Phänomen und klammert auch neuere Entwicklungen wie die OT-Mitgliedschaften nicht aus. Daraus wird abschließend ein Vorschlag einer verallgemeinernden Theorie der Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden entwickelt.

Schlüsselwörter: Industrielle Beziehungen, Arbeitgeberverband, Mitgliederorganisationsgrad, Tarifvertrag, OT-Mitgliedschaft

 

Christoph Scherrer, Santosh Verma (Eds.):
Decent Work Deficits in Southern Agriculture: Measurements, Drivers and Strategies

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 11,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 340 S.,
ISBN 978-3-86618-896-9 (print), € 32.80

Up to 60 percent of the Global South’s work force toils in agriculture. Most smallholders and waged agricultural workers labor under poor health, safety and environmental conditions. This volume explores

·       the extent of the decent work deficit with a focus on women in agriculture

·       the drivers of the poor remuneration and working conditions

·       some strategies for mitigating the decent work deficits.

Its contributors argue that the severity of the decent work deficits in agriculture calls for action. Given the divers contexts of agricultural work and the many factors reproducing the deficits, action is needed in a comprehensive as well as context-specific form.

The contributors are academics from Brazil, Columbia, Germany, Ghana, India, Mexico and Pakistan.

Keywords: employment in agriculture, smallholders, landless workers, labor rights, food regime.

 

Jenny Jungehülsing:

Transnational migration and international labor solidarity. On migrant union members’ impact on unions’ cross-border work

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 12
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 365 S.,
ISBN 978-3-86618-897-6 (print), € 32.80

This book sheds light on the role that migrant union members and their transnational connections play in unions´ cross-border work.

By bringing together concepts from (international labor) solidarity theory and transnational migration research, it shows that migrants organized in labor unions and their manifold cross-border ties and networks, transnational ways of belonging, and the social remittances and cultural knowledge they bring, can help overcome some major obstacles to international labor solidarity.

Based on exploratory empirical research in two very different US labor unions with large migrant memberships – the United Service Workers West (USWW) local of the Service Employees International Union (SEIU) in California and United Steelworkers (USW) District 7 in Illinois and Indiana –, the book shows that migrants and their transnational connections can: (1) promote international solidarity where it did not exist before; (2) contribute to a more comprehensive understanding of unionism and solidarity that includes political and social justice goals, including abroad; and (3) promote a practical solidarity work including the rank and file, and thereby the development of a sense of togetherness of workers across borders.

Key words: solidarity theory, international solidarity, transnational migration, labor unions, social remittances, transnational ways of belonging, transnational migrant organizations, transnational networks, perceived community of fate, exploratory research

 

Elisabeth Vogl:
Crowdsourcing-Plattformen als neue Marktplätze für Arbeit. Die Neuorganisation von Arbeit im Informationsraum und ihre Implikationen

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2018, 120 S.,
ISBN 978-3-95710-204-1 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-304-8 (e-book pdf), € 19.99

Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Arbeit grundlegend. Neuartige Organisationskonzepte von Arbeit wie Crowdsourcing oder Cloudworking deuten derzeit an, wie umfassend die Umbrüche in der Arbeitswelt sind. Unternehmen setzen in zunehmendem Maße auf digitale Plattformen wie Amazon Mechanical Turk, Upwork oder InnoCentive, um vielfältigste Arbeitstätigkeiten an die Crowd, eine unspezifische (Teil-)Menge von Internetnutzern, zu vergeben. Über die Nutzung von digitalen Arbeitsplattformen können Unternehmen Arbeitsleistungen flexibel und „on demand“ aus der Cloud beziehen und in ihre Wertschöpfungsprozesse integrieren, ohne ein klassisches Beschäftigungsverhältnis einzugehen. Es liegt auf der Hand, dass die plattformbasierte Organisation von Arbeit disruptives Potenzial birgt. Sie geht mit weitreichenden arbeitsrechtlichen und sozialmoralischen Implikationen für Wirtschaft und Gesellschaft einher.

Ziel des Buchs ist es, ein Verständnis für die Tragweite dieser aktuellen Entwicklungen zu vermitteln. Hierzu analysiert Elisabeth Vogl die neuen Organisationskonzepte von Arbeit anhand dreier Crowdsourcing-Plattformen, arbeitet die Rolle von intermediären Plattformen bei der Neuorganisation von Arbeit heraus und reflektiert Crowdsourcing und Cloudworking mit Blick auf ihre Bedeutung für die Zukunft von Arbeit sowie ihre gesamtgesellschaftlichen Implikationen.

Schlüsselwörter: Arbeitsorganisation, Arbeitswelt 4.0, digitale Arbeitswelt, Cloud, Cloudworking, Crowd, Crowdsourcing, Crowdwork, Plattform, Solo-Selbständigkeit

 

 

Methoden

 

 

Wirtschaftsethik

 

Rainer Kreuzhof:
Wirtschaftsethik: Ethikmanagement und Technikbewertung. Einführung in die Theorie und Grundlagen für die Praxis

Flensburger Schriften zu Unternehmertum und Mittelstand,
hrsg. von Dr. Werner Jackstädt-Zentrum, Band 8,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2018, 82 S.
ISBN 978-3-95710-203-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-303-1 (e-book pdf), € 17.99

Verantwortungsbewusstes Handeln in der Wirtschaft wird schon seit langem angemahnt und das damit verbundene Thema Wirtschaftsethik hat entsprechend Hochkonjunktur. Insbesondere bei praxisorientierten Texten wird die ethische Reflexion von normativen Handlungsempfehlungen aber nicht selten vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund soll für die wirtschaftsethischen Teilbereiche Ethikmanagement und Technikbewertung eine Einführung in die Theorie mit den daraus folgenden Grundlagen für die Praxis verbunden werden. Zielgruppen für diesen Einführungstext sind dementsprechend vor allem Studierende anwendungsorientierter Studiengänge, in denen das Fach gelehrt wird, interne Ethik Officer und externe Ethikberater sowie andere interessierte Fach- und Führungskräfte in Unternehmen.

Grundlage der nachfolgenden Ausführungen sind neben den allgemeinen Erfahrungen aus Lehre, Forschung und Beratung vor allem Erkenntnisse aus dem interdisziplinären Forschungsprojekt „lebensmittel-eq.com“. Lebensmittel-eq.com steht für „Ethik-, Qualitäts- und Compliance-Management für die Lebensmittelbranche im Mittelstand“. Ziel dieses Projektes war es, den Verbraucher-, Arbeits- und Umweltschutz kleiner und mittlerer Unternehmen der Lebensmittelbranche in Schleswig-Holstein zu stärken.

Schlüsselwörter: Mittelstandsforschung, Wirtschaftsethik, Technikbewertung, Managementsystem, Nachhaltigkeit, Lebensmittelbranche