Führung, Motivation

 

Wolfgang H. Güttel (Hrsg.): Erfolgreich in turbulenten Zeiten. Impulse für Leadership, Change Management & Ambidexterity

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2. erweiterte Aufl. 2019, 354 S.,
ISBN 978-3-95710-244-7 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-344-4 (e-book pdf), € 29.99

Leadership ist besonders gefragt, wenn Stürme über Unternehmen hinwegfegen. Dann braucht es Personen die Verantwortung übernehmen, die Richtung vorgeben, Teams und MitarbeiterInnen passend einsetzen und überprüfen, ob der eingeschlagene Kurs Erfolg verspricht. Leadership ist deshalb zu perfektionieren. Denn nur mit ausgereifter Führungsexpertise lässt sich auch in turbulenten Zeiten „hart am Wind“ segeln.

Erfolgreich in turbulenten Zeiten: Impulse für Leadership, Change Management und Ambidexterity unterstützt Führungskräfte und Unternehmen mit wissenschaftlichen und praktischen Konzepten zur Meisterung aktueller Herausforderungen in turbulenten Unternehmensumwelten. Führung ist Handwerk und Kunst gleichermaßen. Um im Wettbewerb „hart am Wind“ zu segeln braucht es elaborierte Führungsexpertise über Handwerkszeuge und deren kunstvolle Nutzung zur Kreation von Wettbewerbsvorteilen. Neben der konzeptionellen Fassung der Grundlage des Leistungsverhaltens in Organisationen (Performance Core) geben Beiträge zu Leadership, Change Management und Ambidexterity Antworten auf Kernfragen im Management:

-   Woraus resultiert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen?

-   Wie verbessern Führungskräfte die Leistungsfähigkeit ihrer Bereiche?

-   Wie werden Veränderungsprozesse gestaltet?

-    Wie wird die kontinuierliche Weiterentwicklung von Unternehmen gewährleistet?

 

Siegfried Rosner, Andreas Winheller:
Gelingende Kommunikation – revisited. Ein Leitfaden für partnerorientierte Gesprächsführung, professionelle Verhandlungsführung und lösungsfokussierte Konfliktbearbeitung

Systemische Organisationsberatung und Aktionsforschung, hrsg. von Siegfried Rosner, Band 3,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 5. Aufl. 2019, 408 S.,
ISBN 978-3-95710-233-1 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-333-8 (e-book pdf), € 29.99

Voraussetzung für Ihren Erfolg in Gesprächen, Verhandlungen und Konflikten ist das Gelingen von Kommunikation. Diese in wesentlichen Abschnitten überarbeitete und ergänzte Neuauflage versteht sich nach wie vor als praktische Handreichung mit wissenschaftlicher Fundierung und enthält weiterführende Übungsaufgaben und Arbeitshilfen, die den Praxistransfer unterstützen.

Das Buch bietet im ersten Abschnitt neben der Einführung in die Grundlagen der ziel- und partnerorientierten Gesprächsführung auch Leitfäden für verschiedene Gesprächssituationen in der Leitungsfunktion und enthält Empfehlungen für die Moderation von Teamsitzungen und von Konfliktgesprächen.

Im zweiten Abschnitt geht es um Strategien, Taktiken und Techniken einer professionellen und performanceorientierten Verhandlungsführung, die auch im Rahmen des Verhandlungsansatzes der Konfliktmediation genutzt werden können. Schritt für Schritt geht es zum wertschöpfenden Deal. Es wird gezeigt, wie Verhandlungen sachgerecht strukturiert und typische Fehler vermieden werden können. Fragen zur Verhandlungsvor- und Verhandlungsnachbereitung werden ebenso erörtert wie die besonderen Aspekte des Verteilungsverhandelns.

Die lösungsfokussierte Konfliktbearbeitung mit Hilfe externer Dritter steht im Mittelpunkt des dritten Abschnitts. Dabei werden die Verknüpfungen zwischen der transformativen Konfliktmediation und den systemischen Strukturaufstellungsverfahren herausgearbeitet und die Transformation einer Konfliktkonstellation auch auf systemische und systemtheoretische Veränderungsmodelle bezogen.

 

Franziska Georg:
Die Generation Y und ihre Work-Life-Balance

Praxisorientierte Personal- und Organisationsforschung,
hrsg. von Reiner Bröckermann, Band 23,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 138 S.,
ISBN 978-3-95710-229-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-329-1 (e-book pdf), € 17.99

Leben, um zu arbeiten – das war einmal. Viele junge Arbeitnehmer von heute sehen es nicht ein, ihre Familie, Freunde und Freizeit zugunsten von Überstunden, Stress und Karriere zu vernachlässigen. Vielmehr rückt ein angemessenes Verhältnis zwischen beruflichem und privatem Lebensbereich, die Work-Life-Balance, für die sogenannte Generation Y in den Vordergrund. Zumindest ist diese Ansicht in Öffentlichkeit und Medien weit verbreitet.

Doch spiegelt das öffentliche Bild dieser Generation die Realität wider? Wie relevant ist das Thema Work-Life-Balance tatsächlich im Alltag der Generation Y? Wissen die jungen Berufstätigen über die Work-Life-Balance-Angebote ihrer Arbeitgeber Bescheid? Und nutzen sie diese auch?

Auf diese und weitere Fragen sollen mit diesem Buch Antworten gefunden werden.

Schlüsselwörter: Generation Y, Millennials, Work-Life-Balance, War for Talent, demographischer Wandel

 

Milena Valeva (Hrsg.):
Emotionale Intelligenz. Retrospektiven | Momentaufnahmen | Ausblicke

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 152 S.,
ISBN 978-3-95710-237-9 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-337-6 (e-book pdf), € 17.99

Seit den 1990er-Jahren wurde der Vorschlag nach einer neuen Art der Intelligenz laut, der Emotionalen Intelligenz (EI). Die Botschaft dahinter: In der bislang unterschätzten Kompetenz des Urteilens über Emotionen liegt ein enormes Anwendungspotenzial. Dieser Band untersucht über die Zeitdimension – von der Retrospektive über die Momentaufnahme bis hin zum Ausblick – und verschiedene Funktionsbereiche den Bestand und die Wirkmacht Emotionaler Intelligenz:

Inwieweit beeinflusst die EI einer Person ihre interkulturelle Sensibilität? Kann EI uns helfen, den Hass in der Kommunikation zu überwinden? Kann EI die Kollaboration im organisationalen Kontext verbessern? Welches Potenzial hat EI für die Führung unter besonderer Berücksichtigung der Gender-Perspektive? Wie ist EI aus der Gesellschaftsperspektive einzuordnen? Ist EI messbar? Wie lässt sich EI über den Einsatz technischer Systeme (Mensch-Maschine-Interaktion) erlernen und weiterentwickeln?

Diesen Fragen widmeten sich die Studierenden des inter- und transdisziplinären Masterstudiengangs ZukunftsDesign (an der Hochschule Coburg) im Rahmen eines Semesterprojekts zum Thema Emotionale Intelligenz im Wintersemester 2018/2019. Dieser Band dokumentiert ihre Ergebnisse.

Der Masterstudiengang ZukunftsDesign ist aufgrund seiner inter- und transdisziplinären Ausrichtung, den ein regionaler Entwicklungsauftrag begleitet, einzigartig. Das innovative Lehrkonzept des Studiengangs setzt auf Projekte, die aus der regionalen Wirtschaft und von den Studierenden selbst eingebracht werden. Im April 2018 zeichnete das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Lehr- und Unterrichtsformen des Studiengangs mit seinem Preis für herausragende Lehre in der Kategorie Projekt aus.

Schlüsselwörter: Emotionale Intelligenz (EI), Soziale Intelligenz, gendergerechte Führung, Team-Kollaboration, Intelligenz messen, Interkulturelle Kommunikation, Social-Media-Kommunikation, soziale Gerechtigkeit, digitale Transformation

 

Thomas Breyer-Mayländer:
Die Kultur der Macht. Politische Kommunikation zwischen Artefakten, Manipulation und Repräsentation

Hamburger Schriften zur Marketingforschung,
hrsg. von Christopher Zerres, Band 99,
ISBN 978-3-95710-227-0 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-327-7 (e-book pdf), € 19.99

Macht ist eine entscheidende Größe, um innerhalb von sozialen Systemen Veränderungen durchzusetzen und Entwicklungen voranzutreiben oder gar erst zu ermöglichen. In der politischen Kommunikation ist der bewusste und konstruktive Umgang mit Macht oft einer der Erfolgsfaktoren für politische Akteure wie Politiker, Bürger und Parteien. Macht kann dabei nur durch die Menschen ausgeübt werden, denen sie durch andere zugesprochen oder auch zugebilligt wird, weshalb der Kultur der Macht als Ergebnis und Mittel der Kommunikation eine entscheidende Bedeutung zukommt. Dies ist aktuell durch die veränderten Informations- und Mediennutzungsgewohnheiten der Bürger*innen und der veränderten Kommunikationsszenarien in Zeiten postfaktischer und populistischer Tendenzen eine besondere Herausforderung.

Ausgehend von der Wechselwirkung zwischen Artefakten der Macht und dem Aufgabenfeld der politischen Kommunikation werden in der knapp gefassten Analyse die praktischen Handlungsfelder aufgezeigt. Die kommunikativen Anforderungen aus dem Prinzip der Repräsentation, die Ausgestaltung politsicher Informationen und die Festlegung des passenden Sprachniveaus, die Auswahl der passenden Kommunikationskanäle und -anlässe sowie die Entwicklung kompletter Kampagnen oder die Festlegung inhaltlicher Wahlkampfstrategien erweisen sich als große Herausforderung für alle politischen Akteure.

Schlüsselwörter: politische Kommunikation, politische Meinungs- und Willensbildung, Nachrichtenwert, Fake News, Repräsentationsprinzip, Populismus, Macht, Kultur

 

Manfred Becker:
Das digitale Narrativ. Wer schreibt es und was steht drin?

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 151 S.,
ISBN 978-3-95710-234-8 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-334-5 (e-book pdf), € 19.99

Dieses Buch gibt Antworten auf die Frage, wie sich die Digitalisierung auf den Einzelnen und das Zusammenleben der Menschen auswirkt. Der Zusammenhang von Digitalisierung, Demographie und Demokratie wird ebenso erörtert wie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Bildung, Beschäftigung, Arbeitsinhalte, Arbeitsformen und Arbeitszeit.

Das Buch geht der Frage nach, wer am digitalen Narrativ mitschreiben sollte. Es sind die Wissenschaftler der Humanwissenschaften und der Sozialwissenschaften, die hinter die Kulissen der Digitalisierung schauen müssen, um Strukturen, Prozesse, Gefahren und Chancen der Digitalisierung für die Menschen auszuloten. Es sind die Informatiker und die Techniker, die Praktiker in den Unternehmen und die Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung, die ihren Beitrag zum digitalen Narrativ leisten müssen.

Philosophen sind aufgefordert, die digitale Welt vom Menschen her zu denken und den Technikern damit Leitlinien für eine humane Gestaltung der digitalen Transformation an die Hand zu geben.

Wenn die digitale Transformation gelingen soll, dann muss die Frage beantwortet werden, was die Systeme mit den Menschen machen! Bleiben die Menschen „Herr im eigenen Hause“ oder werden sie zu Assistenten der digitalen Befehlsgeber degradiert? Dieser Frage geht das Buch nach.

Schlüsselwörter: Augmented Reality, Beschäftigung, Bildung, Datenschutz, Demographie, Demokratie, digitale Aufklärung, digitale Selbsthilfegruppen, Digitaleliten, digitales Lernen und Arbeiten, Digitalisierung als Daseinsvorsorge, Echtzeit-Philosophie, Entwertung von Vergangenheit und Zukunft, Philosophie und Technik, TechLabs, Transformationsstufen, Verantwortlichkeit

 

Personalmanagement, Weiterbildung

 

Christian Scholz, Lisa-Dorothee Grotefend (Hrsg.):
Generation Z im Vier-Länder-Vergleich. Ein empirischer Vergleich von Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Schweiz

Strategie- und Informationsmanagement, hrsg. von Christian Scholz, Band 36,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 358 S.,
ISBN 978-3-95710-224-4 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-324-6 (e-book pdf), € 29.99

Mit der Generation Z – geboren ab Anfang der 1990er Jahre – tritt zurzeit eine neue Generation in die Arbeitswelt ein, wird von ihr geprägt, aber prägt sie auch selbst. Diese Publikation befasst sich mit dem Phänomen „Generation Z“ – und zwar als Befragung von 3.610 Jugendlichen der Generation Z in Deutschland, den Niederlanden, Österreich sowie der Schweiz. Diese Publikation basiert auf den Masterarbeiten von Sabrina Eilers, Martin Elizen, Kathrin Meier und Claudia Karaca, geschrieben am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Beantwortet werden unter anderem folgende Fragen:

·       Was erwartet die Generation Z vom Arbeitsleben?

·       Warum entscheidet sie sich für oder gegen einen Arbeitgeber?

·       In welcher Büroarchitektur will sie arbeiten?

·       Träumt sie wirklich vom Großraumbüro und vom Desksharing?

·       Welche Lebensträume hat sie?

·       Wie stellt sie sich Work-Life-Balance vor?

·       Wie sollten Arbeitszeitmodelle aussehen?

·       Wovor hat sie Angst?

·       Wie steht sie zu Politik und zu Tagespolitik?

Hinzu kommt noch eine weitere und ganz wichtige Frage: Ist „Generation Z“ ein nationales beziehungsweise regionales Phänomen oder ist sie weltweit identisch? Ganz konkret: Was kommt dabei heraus, wenn man vier benachbarte Länder aus Mitteleuropa miteinander vergleicht?

Schlüsselwörter: Jugendforschung, Generation Z, Personalmanagement, Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Generationstheorie, Empirie, Social Media

 

Christian Scholz, Volker Stein (Hrsg.):
Fachkräftemangel im Mittelstand: Wie wär’s mal mit guter Personalarbeit?

Strategie- und Informationsmanagement, hrsg. von Christian Scholz, Band 37,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 135 S.,
ISBN 978-3-95710-235-5 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-335-2 (e-book pdf), € 19.99

„Wir wollen die Personalarbeit im Mittelstand besser machen – und sie dort, wo sie gut ist, auch sichtbar machen.“ – Dies ist der Anspruch des wissenschaftlichen Wettbewerbs „BestPersAward“, dem sich kleine und mittelgroße Unternehmen seit 2003 im Zweijahresturnus stellen.

Im BestPersAward geht es nicht allein um die konzeptionelle Professionalisierung des interessanten personalwirtschaftlichen Handlungsfelds: Viel wichtiger noch ist die tatsächliche Umsetzung im täglichen Alltag. Denn – Überraschung! – die Qualität der Personalarbeit macht tatsächlich einen Unterschied: bei Akquisition, Motivation und Retention, also auch bei Arbeitgebermarke, Rekrutierung und Onboarding.

„Fachkräftemangel im Mittelstand: Wie wär’s mal mit guter Personalarbeit?“ nimmt diesen Impuls auf. Das Motto der BestPersAward-Runde 2018/19 weist auf die Relevanz qualitativ guter Personalarbeit für mittelständische Unternehmen hin. Denn kleine und mittelgroße Unternehmen haben auf dem Arbeitsmarkt keinen Mittelstandsbonus: Sie müssen mit Unternehmen jeglicher Größe und Art um die guten Mitarbeiter konkurrieren. Und eigentlich haben sie sogar wirklich gute Karten: Sie müssen aber das Blatt aufnehmen und ihre Karten gut ausspielen.

Die Herausgeber führen in diesem Band aktuelle Botschaften und Botschafter des BestPersAwards zusammen. Sie sprechen damit Personalerinnen und Personaler aus mittelständischen Unternehmen an, zugleich aber auch alle Personen, die sich als Lobbyisten einer substanziellen Stärkung des deutschen Mittelstands als attraktiver Arbeitgeber begreifen.

Schlüsselwörter: Personalmanagement, Mittelstand, Professionalisierung der Personalarbeit, Personalstrategie, Fachkräftemangel, BestPersAward

 

Jacqueline Heider-Lang, Alexandra Merkert (Hrsg.):
Digitale Transformation in der Bildungslandschaft – den analogen Stecker ziehen?

Managementkonzepte, hrsg. von Klaus Götz, Band 39
Rainer Hampp Verlag, München u. Mering, 2019, 325 S.,
ISBN 978-3-95710-240-9 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-340-6 (e-book pdf), € 27.99

Um das Potenzial des technischen Wandels auszuschöpfen, ist nicht nur die IT-Ausstattung entscheidend. Letztlich sind es auch die didaktischen Konzepte und Kompetenzen derer, die sie zu implementieren versuchen. Erst diese ermöglichen es, mit den rasanten technischen Entwicklungen Schritt zu halten und deren Mehrwert kritisch zu reflektieren. Ziel des Buches ist es, Möglichkeiten digitaler Bildung von der Kita bis zum Berufsleben aufzuzeigen und dabei Theorie und Praxis miteinander in Dialog zu bringen sowie Handlungsperspektiven zu eröffnen. Mit der Frage, ob durch die digitale Transformation der analoge Stecker gezogen werden kann, beschäftigen sich Autoren aus Wissenschaft und Praxis.

Schlüsselwörter: Digitalisierung, Bildung, Transformation der Bildung, Digitale Bildung in der Praxis, E-Learning

 

Gerd Walger, Ralf Neise:
Wittener Didaktik. Bildung als Praxis der Freiheit

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2019, 194 S.,
ISBN 978-3-95710-254-6 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-354-3 (e-book pdf), € 22.99

Die hier beschriebene Wittener Didaktik bezeichnet das freiheitliche Bildungskonzept, das mit der Gründung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Witten/Herdecke, der ersten privaten Universität Deutschlands, entstanden ist und sie damals unvergleichlich gemacht hat. Nach diesem Konzept wird Studieren als ein umfassender Prozess des Sich-selbst-Entwickelns begriffen. Es greift die Humboldtsche Idee der subjektiven Bildung auf, die dieser von der objektiven Wissenschaft unterscheidet, und verbindet Theorie und Praxis bzw. praktische Erfahrung im Studium. Es nimmt auf das Fach Betriebswirtschaftslehre und ihre Grundlagen fragend sowie auf die Studierenden gemäß der sokratischen Mäeutik Bezug, die ein Weg des Erkennens aus dem Nicht-Wissen heraus ist. Im Buch werden diese Grundlagen und die Konzepte der Wittener Didaktik sowie ihre Weiterentwicklung beschrieben: das Auswahlseminar, das erfahrungsorientierte Studienkonzept, das Mentorenfirmenkonzept, das Unternehmer-Studium, die Unternehmer- und Unternehmensberatung, die Unternehmensnachfolge-Beratung, u.v.m.

Schlüsselwörter: Bildung, Universität, Humboldt, Witten/Herdecke, Didaktik, Theorie und Praxis im Studium, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Sokratische Methode, Mäeutik, Auswahlseminar, erfahrungsorientiertes Studieren, Mentorenfirmenkonzept, Unternehmer, Unternehmer-Studium, Unternehmensberatung, Unternehmensnachfolge

 

Florian Berding:
Rechnungswesenunterricht. Grundvorstellungen und ihre Diagnose

Schriften zur Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
hrsg. von Karin Rebmann, Band 14,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 334 S.,
ISBN 978-3-95710-241-6 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-341-3 (e-book pdf), € 29.99

Das betriebliche Rechnungswesen zählt zu den traditionellen Inhalten kaufmännischer Bildung und nimmt auch heute noch in den Curricula der 55 kaufmännischen Ausbildungsberufe eine zentrale Position ein. Trotz seiner herausragenden Bedeutung für das wirtschaftliche Verständnis unternehmerischer Prozesse berichten Studien immer wieder von Lernschwierigkeiten, einem hohen Abstraktionsgrad der Inhalte und fehlenden Bezügen zur Lebenswirklichkeit der Lernenden. Diese Faktoren erschweren es, die Handhabung des Werkzeuges „Rechnungswesen“ zu erlernen, um mit ihm komplexe wirtschaftliche Problemstellungen zu bewältigen.

Um hierzu einen Lösungsbeitrag zu erarbeiten, wird in der Habilitationsschrift ein Modell der Grundvorstellungen für den Rechnungswesenunterricht auf der Grundlage von Arbeiten zur Didaktik der Mathematik und der Naturwissenschaften entwickelt. Grundvorstellungen bilden ein Scharnier zwischen dem formalen System des Rechnungswesens einerseits und realen ökonomischen Phänomenen andererseits. Sie beschreiben das inhaltliche Verständnis von abstrakten Begriffen und versetzen Kaufleute in die Lage, reale Phänomene mit dem Rechnungswesen zu modellieren. Für Lehrkräfte bietet das Modell der Grundvorstellungen die Möglichkeit, den Unterricht auf die Vorstellungen der Lernenden abzustimmen und sie beim Erwerb tragfähiger Vorstellungen zu unterstützen. Konkret geht die Habilitationsschrift den folgenden Fragestellungen nach:

·       Welche Grundvorstellungen über zentrale Begriffe und Zusammenhänge des Rechnungswesens besitzen kaufmännische Lernende?

·       Welchen Einfluss haben diese Grundvorstellungen auf Lernprozesse und Lernerfolge?

·       Wie können Aufgaben gestaltet sein, damit sie potentiell zur Erfassung von Grundvorstellungen im Rechnungswesen dienen?

·       Welche Formen der Diagnoseaufgaben eignen sich zur Generierung von unterrichtsrelevanten Informationen?

Auf der Grundlage einer Stichprobe von 275 kaufmännischen Auszubildenden und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften ermittelt die Studie insgesamt zehn Grundvorstellungen zum Begriff „Aufwand“ und acht Grundvorstellungen zum Begriff „Ertrag“. Die Studie zeigt, dass diese Vorstellungen mit den psychologischen Bedürfnissen und den selbstbestimmten Motivationsvarianten der Selbstbestimmungstheorie der Motivation zusammenhängen sowie die von Lernenden erzielten Noten wesentlich aufklären können. Darüber hinaus entwickelt die Studie zwei verschiedene Formate an Diagnoseaufgaben, die im Unterrichtsalltag eingesetzt werden können.

Schlüsselwörter: Rechnungswesenunterricht, Grundvorstellungen, Modellierung, Diagnoseaufgaben, Konzeptwechsel, Motivation, Lernstrategien, Lernerfolg, Noten

 

Heike Jahncke:
(Selbst-)Reflexionsfähigkeit. Modellierung, Differenzierung und Beförderung mittels eines Kompetenzentwicklungsportfolios

Schriften zur Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
hrsg. von Karin Rebmann, Band 15,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 384 S.,
ISBN 978-3-95710-246-1 (print), € 34.80
ISBN 978-3-95710-346-8 (e-book pdf), € 32.99

Die Dissertationsschrift widmet sich dem zunehmend wichtiger werdenden Thema der Professionalisierung angehender Lehrkräfte und innerhalb dieser der Beförderung von (Selbst‑)Reflexionsfähigkeit als einem wesentlichen Element von Professionalität. Spezifischer Fokus ist es dabei, (Selbst‑)Reflexionsfähigkeit zu modellieren. (Selbst‑)Reflexion meint sowohl die Selbstreflexion der Studierenden über sich selbst und ihre Handlungen als auch die Reflexion über äußere Umstände und Rahmenbedingungen. Um dieses Verständnis greifbar zu machen, wird mit einem inhaltsanalytischen Ansatz ein Kompetenzstruktur- und -stufenmodell der (Selbst-)Reflexion entwickelt und als Ausgangspunkt für die Analyse der (Selbst-)Reflexionskompetenz von angehenden Lehrkräften genutzt. Erst das Vorliegen eines solch aussagekräftigen Modells zur Beschreibung der (Selbst‑)Reflexionsfähigkeit erlaubt es, Lehr-Lernkonzepte zum Erwerb dieser Fähigkeit gezielt zu entwickeln. Auf Basis von Gestaltungskriterien wurde so ein eigenes, phasenübergreifendes Kompetenzentwicklungsportfolio mit dem primären Ziel der Beförderung der (Selbst‑)Reflexionsfähigkeit bei angehenden Lehrer(inne)n entwickelt. Mithilfe der Reflexionsanlässe aus dem Kompetenzentwicklungsportfolio wurde untersucht, wie sich die (Selbst‑)Reflexionsfähigkeit von Studierenden im Zeitverlauf entwickelt. Konkret geht die Dissertationsschrift somit den folgenden Fragestellungen nach:

·       Wie lässt sich das Konstrukt „Reflexion“ bzw. „Selbstreflexion“ modellieren?

·       Lässt sich das theoretisch entwickelte Modell der (Selbst-)Reflexionskompetenz empirisch bestätigen?

·       Wie sollte ein Portfolio ausgestaltet sein, um zur Beförderung der (Selbst-)Reflexionskompetenz beizutragen?

·       Wie sieht ein konkretes Kompetenzentwicklungsportfolio zur Beförderung der (Selbst‑)Reflexionskompetenz aus?

·       Wie lassen sich Lehramtsstudierende hinsichtlich ihrer (Selbst-)Reflexionskompetenz zu Beginn des Studiums klassifizieren?

·       Wie entwickelt sich durch ausgewählte Reflexionsanlässe des Kompetenzentwicklungsportfolios die (Selbst-) Reflexionskompetenz in den verschiedenen Studierendengruppen?

Die Beantwortung dieser insgesamt sechs Forschungsfragen leistet einen wesentlichen Beitrag zur klaren Modellierung, Differenzierung und Beförderung der (Selbst-)Reflexion und die Dissertationsschrift bietet somit eine empirische Grundlage für weitere Forschungsarbeiten und die Weiterentwicklung von Professionalisierungsmaßnahmen in der Praxis.

Schlüsselwörter: (Selbst-)Reflexion, Professionalisierung Kompetenzentwicklungsportfolio, Lehrerbildung, Latente Klassenanalyse

 

Nanni Elisabeth Schleicher:
Das Beste aus zwei divergenten Arbeitswelten. Eine Analyse individueller Karriereverläufe und -konzepte von Personen in einer Doppelerwerbstätigkeit unter Einbeziehung der Self-Determination Theory

Empirische Personal- und Organisationsforschung, hrsg. von
Dorothea Alewell, Rüdiger Kabst, Albert Martin, Wenzel Matiaske, Werner Nienhüser, Florian Schramm, Wolfgang Weber, Band 61,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 250 S.,
ISBN 978-3-95710-248-5 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-348-2 (e-book pdf), € 24.99

Ein Indiz für die Veränderung individueller Karrieren ist die steigende Anzahl an Personen, die mehr als nur einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dieses Phänomen adressiert die vorliegende Arbeit durch die Untersuchung narrativer Interviews von Doppelerwerbstätigen. Im Fokus steht die Analyse der Forschungsfragen, warum Individuen freiwillig zwei Beschäftigungen simultan ausüben und wie sie ihre Karriere konzipieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Karrierekonzept der selbstbestimmten Doppelerwerbstätigkeit mit der Befriedigung von arbeitsbezogenen Bedürfnissen zusammenhängt und eine Optimierung dieser Bedürfnisse ermöglichen kann. Diese Erkenntnisse untermauern teilweise die Konzepte der new career Idee und reflektieren die drei psychologischen Grundbedürfnisse nach autonomy, relatedness und competence der Self-Determination Theory (SDT). Die Integration dieser Motivationstheorie in die vorliegende Analyse bestätigt außerdem eine fruchtbare und aufschlussreiche interdisziplinäre Verbindung zwischen der SDT und der Karriereforschung. Darüber hinaus wird das weitläufige Verständnis von Karriere als eine sequentielle Abfolge beruflicher Erfahrungen um die Dimension der Simultanität erweitert und dementsprechend kritisch diskutiert.

Schlüsselwörter: Doppelerwerbstätigkeit, Karriere, new career Idee, Self-Determination Theory, psychologische Grundbedürfnisse

 

Organisation

 

Martin Gersch, Janina Sundermeier (eds.):
Journal of Competences, Strategy & Management.
Volume 10

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 167 S.,
ISBN 978-3-95710-239-3 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-339-0 (e-book pdf), € 19.99

Editorial

Martin Gersch, Janina Sundermeier: Understanding (Digital) Transformation

Research Articles

Tobias Riasanow, David Soto Setzke, Markus Böhm, Helmut Krcmar: Clarifying the Notion of Digital Transformation: A Transdisciplinary Review of Literature 

Michael Hartmann, Matthias Wenzel: Understanding Market Transformation: How Firms Create Customer Demand

Andre Hanelt, Daniel Leonhardt, Björn Hildebrandt, Everlin Piccinini, Lutz M. Kolbe: Pushing and Pulling – Digital Business Model Innovation and Dynamic Capabilities

Christian Hackober, Carolin Bock, Mattias Malki: Digital Transformation of Large Corporates: Corporate Venture Capital and Startup Collaborations of German DAX 30 Corporates

Martin Rost, Eva Sonnenmoser, Birgit Renzl: Social Networking: The Crucial Role of R&D Middle Managers in Facilitating Ambidexterity and Coping with Digital Transformation

Frithiof Svenson, Jörg Freiling: Symbolic Interactionism as a Methodology for Process Organization Studies: Grounding the Enactment of Competences in Organizational Life

 

Christine Gröneweg:
Corporate Social Responsibility in Limelight-Industrien.
Eine integrative Betrachtung

Empirische Personal- und Organisationsforschung, hrsg. von
Dorothea Alewell, Rüdiger Kabst, Albert Martin, Wenzel Matiaske, Werner Nienhüser, Florian Schramm, Wolfgang Weber, Band 60,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 361 S.,
ISBN 978-3-95710-232-4 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-332-1 (e-book pdf), € 29.99

Corporate Social Responsibility (CSR) ist kein neues Forschungsfeld, wird allerdings in den letzten Jahrzehnten – theoretisch und praktisch – zunehmend diskutiert. Grundsätzlich geht es darum, dass sich Unternehmen über Rechtsvorschriften hinaus hinsichtlich der Vereinbarkeit ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit mit gesellschaftlichen Normen und ökologischen Zielen verantwortlich zeigen wollen und sollen.

Es gibt Unternehmen und Branchen, die über hohe Legitimität verfügen. In der „Sünderkartei“ der Öffentlichkeit befinden sich hingegen vor allem die Tabak-, Waffen- und Alkoholbranche. Als sogenannte „Limelight-Industrien“ stehen sie besonders im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Mit Blick auf CSR werden diese Branchen in der wissenschaftlichen Literatur lediglich vereinzelt untersucht. Am Beispiel der Alkoholbranche möchte die vorliegende Arbeit zur Schließung dieser Forschungslücke beitragen. Theoretisch erfolgt dies unter der Zuhilfenahme einer integrativen Perspektive aus dem Resource-Dependence-Ansatz und dem Neoinstitutionalismus mit Bezügen zum Stakeholder-Ansatz. Die empirische Untersuchung der Einführung des Alkopopgesetzes in den Ländern Schweiz und Deutschland dient dazu, das Verhalten der Spirituosenindustrie zu beleuchten. Die Ergebnisse einer qualitativen Inhaltsanalyse und einer qualitativen Netzwerkanalyse verdeutlichen, wie legitimitätssichernde Strategien seitens der Unternehmen angewendet werden. Im Besonderen findet hierbei Lobbyismus Berücksichtigung.

Schlüsselwörter: Corporate Social Responsibility, Limelight-Industrien, Resource-Dependence-Ansatz, Organisationsforschung, Unternehmensstrategien

 

Andrea-Kristin Schubert:
Gesundheit als organisationaler Lernprozess. Eine lern- und organisationstheoretische Analyse von Betrieblicher Gesundheitsförderung

Schriftenreihe zur interdisziplinären Arbeitswissenschaft,
hrsg. von Axel Haunschild, Günther Vedder, Band 11,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 337 S.,
ISBN 978-3-95710-238-6 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-338-3 (e-book pdf), € 29.99

In der aktuellen Diskussion wird dem Lernen in und von Organisationen eine zentrale Rolle für die Betriebliche Gesundheitsförderung zugemessen. So ist eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitsbedingungen kaum noch durch externe Beratungslösungen und Fachwissen zu bewältigen, sondern setzt kollektive organisationale Lern- und Reflexionsprozesse voraus. Gesundheit ist aus dieser Sichtweise als Resultat eines organisationalen Lernprozesses zu begreifen. Es stellt sich die Frage, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen Organisationen „Gesundheit“ lernen können. Der vorliegende Band geht dieser Frage nach. Die Autorin wirft einen neuen, erweiterten Blick auf die Betriebliche Gesundheitsförderung und auf das Verhältnis zwischen Gesundheit, Lernen und Organisationsentwicklung. Jenseits normativer Vorstellungen und präskriptiver Umsetzungskonzepte werden Impulse für eine Weiterentwicklung, Neuausrichtung und Professionalisierung des betrieblichen Gesundheitshandelns präsentiert. Dieser Band richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für eine lern- und organisationstheoretisch fundierte Perspektive auf die Betriebliche Gesundheitsförderung interessieren.

Schlüsselwörter: Betriebliche Gesundheitsförderung, Organisationsentwicklung, Strukturationstheorie, Organisationales Lernen, Theorie expansiven Lernens, Arbeit und Gesundheit, Berufsfeuerwehr

 

Hubert Biedermann, Stefan Vorbach, Wolfgang Posch (Hrsg.):
Industrial Life Cycle Management. Innovation durch Lebenszyklusdenken

Sustainability Management for Industries 8
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 178 S.,
ISBN 978-3-95710-245-4 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-345-1 (e-book pdf), € 22.99

Nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten, das sich an ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen orientiert, wird in der heutigen Zeit ein immer wichtigeres Thema. Dieses erfordert von Unternehmen, sich mehr an dem gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen zu orientieren als nur an einzelnen Phasen im Leben eines Produktes. Lebenszyklusdenken ermöglicht die Berücksichtigung unterschiedlicher Auswirkungen, die mit der Herstellung oder dem Verbrauch des Produkts verbunden sind, indem alle Phasen des Produktlebenszyklus berücksichtigt werden. Sie gewährleistet, dass Verbesserungen in einer Phase nicht zu einer größeren kumulativen Wirkung führen, da die Belastung einfach in eine andere Phase des Lebenszyklus verlagert wird. Daher können Unternehmen auch den Einfluss ihrer Entscheidungen in Bezug auf Nachhaltigkeit erkennen und Entscheidungen treffen, sodass Kompromisse positiv ausgeglichen werden können, um die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft zu beeinflussen.

Beim nunmehr 8. Kongress der Reihe „Sustainability Management for Industries“ mit dem Thema „Industrial Life Cycle Management“ an der Montanuniversität Leoben geben Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter Einblicke in folgende Themengebiete:

·       Neue und Nachhaltige Geschäftsmodelle

·       Modelle zur Entscheidungsunterstützung

·       Life Cycle Thinking

·       Life Cycle Assessment

·       Methoden zur Steigerung der Ressourceneffizienz

·       Circular Economy und Industrie 4.0

·       Nachhaltige Produktion und Innovationen

Schlüsselwörter: Industrial Life Cycle Management, Ressourceneffizienz, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltige Geschäftsmodelle, Additive Fertigung, Lebenszyklusdenken als Entscheidungsfindung, Ökobilanzierung, Kreislaufwirtschaft, Industrie 4.0.

 

Arbeitsmarkt und Industrielle Beziehungen

 

Jürgen Prott:
Solidarität in zerbrechlicher Gesellschaft. Soziale Schichtung und Mobilität in Deutschland

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 306 S.,
ISBN 978-3-95710-249-2 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-349-9 (e-book pdf), € 29.99

Alle reden von der fortschreitenden Polarisierung großer Gruppen der Gesellschaft. Eine sich fast unaufhaltsam öffnende „Schere zwischen Arm und Reich“ hat sich, kaum hinterfragt und durch statistische Fakten nur schwer zu irritieren, als Metapher eines kritischen Zeitgeistes zur Selbstverständlichkeit ausgeformt. Solidarität, dieses tätige Miteinander, soll den Ausweg weisen aus dem Irrweg eines entfesselten Individualismus wie gefährdeter sozialer Sicherheiten. Soziologen mischen in diesem Diskurs kräftig mit. Sie beschwören die Wiedergeburt der „Klassengesellschaft“ (Eribon), sympathisieren mit dem „Aufbegehren“ gegen die „Abstiegsgesellschaft“ (Nachtwey) oder preisen umgekehrt den Eigensinn einer aus „Singularisten“ bestehenden „neuen Mittelklasse“ gegen gleichförmige Erstarrungen (Reckwitz). Was bedeutet in diesem Kontext Solidarität in sich wandelnden Konfliktkonstellationen und neuartigen gesellschaftlichen Konfigurationen heute? Ist sie als vermeintlich bewährtes Handlungskonzept einer geeinten wie kämpferischen „Arbeiterklasse“ oder auch nur als ursprünglicher Markenkern des Gewerkschaftlichen herabgesunken auf den Status eines vergeblichen gesamtgesellschaftlichen Harmoniestrebens? Erschöpft sie sich gar in der Barmherzigkeitsethik christlicher Nächstenliebe?

Der Autor erörtert diese Fragen zunächst in einer kritischen Auseinandersetzung mit Grundlinien neuerer soziologischer Studien zu gesamtgesellschaftlichen Strukturen und den darin eingeschlossenen Chancen sozialer Mobilität. Dabei legt er besonderen Wert auf die Klärung soziologisch gebräuchlicher Kategorien der Schichtungsanalyse vor dem Hintergrund solider erfahrungswissenschaftlicher Befunde. Dann führt er den Begriff der Solidarität auf seinen gewerkschaftlichen Ursprung zurück, um von da aus den Blick freizulegen auf sein recht widersprüchliches Bedeutungspotential in der aktuellen Debatte. Schließlich zeigt er, gestützt auf eigene empirische Erhebungen im Kreis von Nachwuchskräften für ehrenamtliche Gewerkschaftsarbeit, wie wichtig und zugleich beschwerlich Solidarität als organisierte wechselseitige Unterstützung in einer ausdifferenzierten Gesellschaft zu realisieren ist, wenn sie ihre Voraussetzungen ernst nimmt: das gleichrangige Aushandeln gemeinsamer Interessen. So gesehen ist und bleibt Solidarität so zerbrechlich wie die ganze Gesellschaft und das darin eingeschlossene alltägliche Miteinander.

Schlüsselwörter: Soziale Schichtung, soziale Klassen, soziale Mobilität, Solidarität, Arbeitnehmer-Solidarität, Zukunft der Gesellschaft, Gewerkschaftspolitik, soziale Ungerechtigkeit

 

Kwabena Nyarko Otoo:
Informality and Labour Regulations in Ghana

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 16,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 239 S.,
ISBN
978-3-95710-252-2 (print), € 27.80

The book makes a major contribution to the controversy about the factors driving the persistence and expansion of the informal economy. Unlike most others studies which either take a structuralist or an actor’s choice approach to the topic, this study combines a careful assessment of the economic, social and political circumstances promoting informality with a meticulously carried out econometric analysis of the dominant characteristics of workers as well as enterprises in the informal economy in comparison to those in the formal economy. Its finding is that contrary to the neoliberal view, overregulation is not the primary driver of informality. Rather economic underdevelopment, which in turn is a result of the interplay of neoliberal policies and insufficient state capacity, is the main cause of informality.

Key words: Labour markets, informality, labour regulation, development, Ghana

 

Marcel Halgmann:
Der Einfluss der Betriebsräte auf Personalstrategien im Betrieb

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 284 S.,
ISBN 978-3-95710-242-3 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-342-0 (e-book pdf), € 27.99

In Deutschland nehmen die Beschäftigten über Gewerkschaften, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat Einfluss auf Personalstrategien. Besonders in Zeiten der Entgrenzung, Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeit- und Arbeitsprozessen gestalten die Betriebsräte die Personalpolitik von heute und morgen mit. Dies gibt Anlass zur Forschung, inwieweit Betriebsräte Einfluss auf die Personalstrategie in Betrieben haben. Eine Analyse von Mittel- und Großbetrieben der deutschen Privatwirtschaft zeigt exemplarisch, wie Betriebsräte Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz durchsetzen und vor allem über Betriebsvereinbarungen moderne Personalstrategien mitgestalten.

Schlüsselwörter: Personalstrategie, Personalmanagement, Betriebsrat, Betriebsvereinbarung, Arbeitszeitpolitik

 

Christoph Scherrer, Katja Radon (Eds.):
Occupational Safety and Health Challenges in Southern Agriculture

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 15,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 195 S.,
ISBN
978-3-95710-247-8 (print), € 24.80

Occupational safety and health (OSH) is a core element of the ILO’s Decent Work Agenda. Despite hazardous working conditions in agriculture, unfortunately, OSH issues in agriculture are frequently ignored. This volume’s contributions from Brazil, Colombia, Costa Rica, Ecuador, Ghana, India, Nicaragua, and Pakistan as well as from various disciplines highlight

·           the prevalent patriarchal norms and practices which expose women to more health risks;

·           the lack of training and education which leave smallholders and farm workers frequently unaware of the health hazards involved in handling machinery and pesticides;

·           the lack of protective gear and access to health services among smallholders;

·           the undermining of OSH standards by the competitive pressures of global supply chains on their participants;

·           the restriction of certifications’ impact mostly to higher hygiene standards.

Key words: Occupational safety and health, agriculture, smallholders, farm workers, Global South

 

Internationales Management

 

Walter Tenfelde (ed.):
Entrepreneurship, Small Business and Education in Developing Economies.
Contextual Elements and Practical Examples

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 139 S.,
ISBN
978-3-95710-236-2 (print), € 22.80
ISBN
978-3-95710-336-9 (e-book pdf), € 19.99

Entrepreneurship plays an important role in developing a new theory of economics and creating new economic activities. It refers to ambitions of innovation, investment in new products, services, technologies and an active expansion in new markets. The authors of this edited volume picture their entrepreneurial ambitions by describing contextual elements of entrepreneurship and small enterprises as productive agents of entrepreneurial economy. They illustrate, how entrepreneurship can turn from general principles to positive development cooperation in developing countries and transition economies.

Practical examples are: Educational work with African girls in Tanzania by topics of gender equality, intimate hygiene and building up self-confidence by doing sports; ideas of supporting community based tourism in Oman by entrepreneurial enterprises that offer excursions for high-end-tourists into the country's beautiful nature and world cultural heritage, manufacturing a bamboo solar bike in Vietnam and first steps of founding small companies; an incubator project for transferring university knowledge directly to business process re-engineering in Cuba.

The edited volume offers an introduction to requirements, forms of transaction and the practice of entrepreneurial creation of an innovative draft of social and economic development cooperation in developing countries and transition economies.

Key words: social entrepreneurship, value oriented innovation, transformational economy, institutional economy, Akosha, city traffic, sustainable manufacturing, community based tourism, business incubator, academic services to business sector, effectuation principals of learning

 

Methoden

 

Pascal Jordan:
Faktorenanalyse

Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden,
hrsg. von Wenzel Matiaske, Martin Spieß u.a., Band 14,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 183 S.,
ISBN 978-3-95710-243-0 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-343-7 (e-book pdf), € 22.99

Faktorenanalysen sind ein elementarer Bestandteil der sozialwissenschaftlichen Forschung. Als dimensionsreduzierendes Verfahren dienen sie häufig dazu, wenige, theoretisch gut interpretierbare Konstrukte auszumachen, die den Zusammenhang zwischen einer Vielzahl beobachtbarer Variablen statistisch erklären. Sie spielen somit zugleich bei der Operationalisierung nicht direkt messbarer Größen (wie z.B. Intelligenz) eine zentrale Rolle. Dieses Buch bietet eine Einführung in die Theorie der Faktorenanalyse mit Anwendungsbeispielen. Neben den klassischen Themen der Faktorwertschätzung und der Anpassung konfirmatorischer Modelle werden auch Fragen der Populationsinvarianz und Testfairness behandelt. Ferner wird auf die spezielle Rolle eindimensionaler Modelle eingegangen.

Der Fokus liegt dabei auf einem exakten Verständnis der zentralen Begriffe und Modellterme, da wohl kaum ein weiteres statistisches Verfahren derart verbreitete Missverständnisse und Fehlinterpretationen generieren kann. Insbesondere vor dem aktuellen Hintergrund einer Replikationskrise ist ein wirkliches Verständnis statistischer Verfahren gegenüber ihrer bloßen Anwendung unerlässlich. Die ausführliche Darlegung der theoretischen Begriffe in diesem Buch soll daher der notwendigen kritischen Auseinandersetzung des Forschers mit dem Verfahren dienen und insbesondere einer kochrezeptartigen Anwendung vorbeugen.

Schlüsselwörter: Faktorenanalyse; Latente Variablen; Psychometrie; Messfehler

 

Lasse Cronqvist:
Qualitative Comparative Analysis (QCA). Eine Einführung mit TOSMANA und dem QCA Add-In

Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden,
hrsg. von Wenzel Matiaske, Martin Spieß u.a., Band 15,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 114 S.,
ISBN 978-3-95710-250-8 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-350-5 (e-book pdf), € 17.99

Die mit Qualitative Comparative Analysis (QCA) verbundenen konfigurationellen Methoden haben sich in den letzten Jahrzehnten als eine eigenständige Methodenrichtung entwickelt, welche innerhalb der Sozialwissenschaften aber auch darüber hinaus vermehrt Aufmerksamkeit findet. Dabei hat rund um den ursprünglich als Qualitative Comparative Analysis bezeichneten Ansatz eine breite, sich in verschiedene Richtungen entwickelnde Methodenentwicklung stattgefunden.

Das Lehrbuch führt zuerst in die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der konfigurationellen Methoden ein. Nach einer knappen Darstellung der mengentheoretischen Basis der Berechnungen, wird dann zuerst die ursprüngliche, auf dichotome Mengen aufbauende crisp-set QCA (csQCA) ausführlich dargestellt. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Darstellung der grundlegenden Prinzipien auch anhand von didaktischen Beispielen. Im weiteren Verlauf werden dann Weiterentwicklungen wie multi-value QCA (mvQCA) sowie das mit fuzzy-sets arbeitende fsQCA vorgestellt.

Die Ausführungen richten sich dabei vor allem an Studierende und Wissenschaftler, welche sich in die Methodik einarbeiten wollen und stellt daher eine grundlegende Einführung in die Grundideen der Analyse mit QCA dar, welche von Übungsaufgaben flankiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Anwendung der Methodik mit einschlägiger Software wie TOSMANA (Tool for Small-N Analysis) und dem QCA Add-In, welches einfache Berechnungen mit den unterschiedlichen Varianten von QCA direkt in Excel ermöglicht.

Schlüsselwörter: Qualitative Comparative Analysis, QCA, fsQCA, csQCA, mvQCA, konfigurationelle Methoden

 

Wirtschaftsethik